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Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen
Es gibt eine neue europäische Islamfeindlichkeit, schreibt Thorsten Gerald Schneiders in seiner Einleitung, welche sich in "stark rassisierenden und menschenfeindlichen Zügen" im Umgang mit Muslimen zeige. Das Ziel des von Schneiders herausgegebenen Sammelbandes ist es daher, die Islamfeindlichen Strömungen unter wissenschaftlichen Vorzeichen aufzuspüren und zu dokumentieren.
Der vorliegende Band "Islamfeindlichkeit" einerseits und der dazugehörige band "Islamverherrlichung" andererseits nehmen sie daher kritisch in den Blick: Band 1 spürt jene geistigen Strömungen auf, die antiislamische Einstellungen in Deutschland fördern. Band 2 spricht theologische Herausforderungen und Missstände in der hiesigen muslimischen Gesellschaft an - allerdings ohne Pauschalierung, Populismus und Polemik. Das Gesamtwerk ist somit ein Appell an die Vernunft, hat aber auch dokumentarisch Charakter. In diesem Buch nun beleuchten renommierte Autoren verschiedene Aspekte von islamhass vergangener Jahrhunderte bis zur heutigen Hetze im Internet . Ferner geht es um Auseinandersetzung mit prominenten Vertretern der "Islamkritik" wie Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Hans- Peter Raddatz und anderen.
Letzte Änderung am: 07.05.2010, 12.57 Uhr