Seite vorlesen:
Italienische Eismacher im Ruhrgebiet
Wie kamen Stracciatella, Cappuccino und Mascarpone ins Ruhrgebiet? Was machen die Familien in der kalten Winterzeit? Der Katalog zeichnet die Erfolgsgeschichte der italienischen Eismacher im Ruhrgebiet nach- vom 19. Jahrhundert bis zu den modernen Eiscafés von heute.
Aus den beiden Tälern Zoldo und Cadore zogen die ersten italienischen Eismacher mit ihren Verkaufskarren ins Ruhrgebiet und verkauften dort ihr handwerklich hergestelltes Speiseeis.
Mit dem deutschen Wirtschaftsboom in den 1950er Jahren blühten die italienischen Eisdielen in ganz Deutschland auf. Überall entstanden Eiscafés, die mit ihrer modernen Ausstattung, mit typischem italienischen Design und hochwertigen Eisspezialitäten ein Stück italienisches Flair vermittelten.
Im Rahmen einer Ausstellung im LWL- Industriemuseum Zeche Hannover „Eiskalte Leidenschaft. Italienische Eismacher im Ruhrgebiet“ erschien ein Katalog, der die Wechselwirkung zwischen Deutschland und Italien thematisiert, denn wie kaum eine andere Migrantengruppe sind die italienischen Eismacher in zwei Ländern zu Hause.
Sie haben eine Sommerheimat in Deutschland und eine Winterheimat in Italien, sprechen beide Sprachen und kennen die Kultur und Mentalität in beiden Ländern.
Letzte Änderung am: 12.02.2010, 13.02 Uhr