Seite vorlesen:
Zehntausende Menschen flüchten wegen gewaltsamer Auseinandersetzungen in Mali und Kenia. In den Flüchtlingslagern fehlt es an Lebensmitteln und Wasser. Die Konflikte flammen immer wieder auf.
In Mali hätten sich vor den Zusammenstößen zwischen dem Tuareg-Volk und Sicherheitskräften rund 20.000 Menschen in den Nachbarländern Niger, Burkina Faso und Mauretanien in Sicherheit gebracht, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Die meisten Menschen müssten im Freien ausharren. Sie bräuchten dringend Lebensmittel, Wasser und Medikamente.
Das UNHCR habe bislang noch keine festen Lager für die Geflohenen errichten können. In dem dürregeplagten Niger, wo 10.000 Menschen aus Mali Zuflucht fanden, herrscht laut UN ein akuter Nahrungsmittelmangel.
Unter den Flüchtlingen aus Mali seien sowohl Tuareg als auch Angehörige anderer ethnischer Gruppen, hieß es weiter. Die Tuareg kämpfen immer wieder für mehr Autonomie. Die jüngste Revolte begann Mitte Januar. Damit endete eine gut zweijährige Friedenszeit, die allerdings von gelegentlichen Feindseligkeiten überschattet wurde.
Ein Auslöser der Konflikte sei ein Konflikt zwischen den Volksgruppen der Borena und der Gabra, erklärte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA). Helfer schätzen die Zahl der nach Äthiopien geflüchteten Kenianer auf rund 20.000. Es seien Nahrungsmittelhilfen für 15.000 Menschen in die Region gebracht worden, Die Vereinten Nationen teilten mit,
Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einer Zuspitzung der humanitären Lage in Westafrika. Lebensmittelknappheit verschärfe in den Flüchtlingsgebieten die Situation. Fehlende Ernten hätten bereits dazu geführt, dass rund fünf Millionen Menschen im Niger hungerten. Im gesamten Westafrika treffe die Hungersnot mehrere Millionen Menschen. Für die Notversorgung der von der Dürre in der Sahel-Zone betroffenen Menschen stellte auch die Bundesregierung erneut 12 Millionen Euro zur Verfügung. (Quelle:KNA/AFP)
Letzte Änderung am: 08.02.2012, 10.14 Uhr