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Die Finanzminister der Eurozone haben die Sparpläne Griechenlands gebilligt. Die Regierung in Athen muss bereits Mitte März einen ersten Bericht über die Umsetzung vorlegen. Offen ist, wie die griechische Bevölkerung auf die Einschnitte reagieren wird.

Griechenland muss sparen
Das griechische Haushaltsdefizit von 12,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) soll noch in diese Jahr um mindestens vier Prozent gesenkt werden. Sollten die bereits angekündigten Steuererhöhungen und Einsparungen nicht reichen, müsste Athen nachlegen, so die Finanzminister der Eurozone.
"Es liegt an Griechenland, seine Staatsfinanzen zu konsolidieren», sagte der luxemburgische Ministerpräsident und Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker. Die griechische Regierung muss am 16. März einen ersten Bericht vorlegen. Neben Einsparungen müsse sich Athen auch nach neuen Einnahmequellen umschauen. Konkret empfahl Juncker eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie eine Abgabe auf Luxusgüter.
Zu den Sparplänen der griechischen Regierung gehören Steuererhöhungen, Einstellungsstopps und Gehaltskürzungen. Anfang des Monats wurden die indirekten Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoffe bereits erhöht. Die Regierung Papandreou will das Renteneintrittsalter und die dafür notwendigen „Arbeitsjahre“ peu á peu erhöhen. Das 14. Monatsgehalt für Bedienstete im öffentlichen Dienst soll gänzlich gestrichen werden.
Nach einer Umfrage der griechischen Zeitung „Kathimerini“ sind 80 Prozent der befragten Griechen der Ansicht, dass dem Land in den kommenden Monaten «intensive Streiks» und zu «soziale Unruhen» bevorstehen. 40% glauben, dass Ministerpräsident Papandreou in der Lage ist, das Land aus der Krise zu bringen.
Für nächste Woche haben Gewerkschaften zu landesweiten Streiks aufgerufen.
Letzte Änderung am: 16.02.2010, 12.35 Uhr