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Seit Monaten diskutiert Frankreich darüber wie die "Nationale Identität" gestärkt werden kann. Jetzt hat die Regierung dazu erste Vorschläge erarbeitet. Dabei sollen Ausländer für den Erhalt der Staatsbürgerschaft bessere Sprachkenntnisse als bisher nachweisen.

Sarkozy wird wegen der Debatte kritisiert
"Was bedeutet ein Franzose zu sein?". Seit November diskutiert ganz Frankreich über diese Frage. Doch die Debatte ist nicht unumstritten. Die linke Opposition hatte der Regierung vorgeworfen, mit der Debatte vor den Regionalwahlen im
März bei rechtsextremen Wählern auf Stimmenfang zu gehen. Auch aus dem Regierungslager wurden kritische Stimmen laut, nachdem ein Teil der Diskussionsbeiträge ausländerfeindliche und rassistische Züge trug.
Über die "nationale Identität" müsse "auf natürliche und ernsthafte Weise" diskutiert werden, sagte Premierminister François Fillon. Die Debatte über die nationalen Identität bezog sich nicht allein auf den Einwanderungsbereich
Was die Einwanderer anbelangt, will die Regierung, dass die Einbürgerungswilligen bessere Französischkenntnisse als bisher vorweisen sollten. Die Eingebürgerten sollten darüber hinaus die Gleichheit von Mann und Frau akzeptieren. Die Regierung will auch Einbürgerungszeremonien einführen. Bei dieser Feier sollen dann die neuen Staatsbürger die "Charta der Rechte und Pflichten" unterzeichnen.
Inzwischen hat die Regierung ein Road Map für weitere Beschlüsse erarbeitet. Eine Sonderkommission soll weitere Vorschläge formulieren. Im April wird erwartet, dass Staatspräsident Nicolas Sarkozy seine Gedanken dazu äußert.
Letzte Änderung am: 09.02.2010, 10.45 Uhr