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Die Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) und die Integrationsbeauftragte der rheinland-pfälzischen Landesregierung, Maria Weber haben eine posivite Bilanz der bisherigen Integrationspolitik gezogen. SWR International sprach mit Ministerin Dreyer.
Sie äußerten legten gemeinsam die 3. Zuwanderungs- und Integrationsbericht, der sich auf die Jahre 2007 und 2008 bezieht. "Rheinland-Pfalz ist ein Land, das von Zuwanderung geprägt ist. Fast ein Fünftel der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung, das sind rund 730.000 Menschen, haben einen Migrationhintergrund“, so die Ministerin und die Landesbeauftragte.
Der Bericht soll die Öffentlichkeit über die integrationspolitischen Entscheidungen und Maßnahmen des Landes informieren und ist zugleich eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Integrationspolitik in Rheinland-Pfalz.
Malu Dreyer betonte, dass sich die Landesregierung am 2007 verabschiedeten Integrationskonzept des Landes orientiere, das unter dem Titel "Verschiedene Kulturen – Leben gemeinsam gestalten" Leitlinie ihrer Integrationspolitik sei und als erstes umfassendes Konzept den Prozess der Migration und Integration in Rheinland-Pfalz gestalte. Oberste Ziele seien die gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in allen Lebensbereichen, die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs und die Partizipation an politischen Entscheidungen.
Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum 2007 bis 2008 und umfasst drei Teile. Teil A präsentiert die Entwicklungen und Maßnahmen in den acht Handlungsfeldern des Integrationskonzepts: Interkulturelle Öffnung, Partizipation, Bildung, Arbeit, Familie, Gesundheit, Religion und kulturelle Vielfalt.
Um die Situation von Migrantinnen und Migranten am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern, würden der rheinland-pfälzischen Arbeitsmarktpolitik jährlich rund 35 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung stehen, so die Ministerin. Aus diesen Mitteln wurden 2008 rund 700 Projekte mitfinanziert, an denen mehr als 5.000 Menschen mit Migrationshintergrund teilnahmen.
Eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Integration und für die Vermeidung und Überwindung von Armut sei Bildung. Um die Bildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern, habe die Landesregierung im Berichtszeitraum primär die Sprachförderung bei Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen ausgebaut, so Dreyer und Weber.
Ende 2008 lebten in Rheinland-Pfalz rund 290.000 Ausländerinnen und Ausländer; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 7,2 Prozent. Rund 729.000 Menschen haben einen Migrationshintergrund, das entspricht einem Anteil von 18 Prozent an der Gesamtbevölkerung.
Letzte Änderung am: 13.01.2010, 14.52 Uhr