Seite vorlesen:
In Stuttgart sind Jugendliche aus aller Welt zum UNESCO-Weltjugend-Festival zusammengekommen. Bis zum 19. Juli wollen sie unter dem Motto «Alles Leben ist Bewegung - Jugend im Dialog der Kulturen» sich durch Kultur, Sport und Freizeit kennen lernen. Schwerpunkt ist zudem ein Kongress über Energie und Klima.
500 Gäste aus 46 Ländern sind zur Zeit in Stuttgart, und sie sind im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Auf dem zweitägigen Kongress, das zum Treffen gehört, diskutieren sie über «Energie und Klima». Die Jugendlichen sollen sich in rund 30 Workshops in die Thematik einarbeiten und Lösungen besprechen. Am Ende sollen sie eine «Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz» verabschieden. Zur Vorbereitung mussten die Jugendlichen Fragen nach dem Umgang mit Energie in ihrem Heimatland beantworten.
Die geplante Stuttgarter Erklärung soll nicht nur Erwartungen an Verantwortungsträger formulieren, sondern soll auch eine Selbstverpflichtung der Festival-Teilnehmer zum Umgang mit Energie enthalten.
Zu den Teilnehmern gehört eine Delegation aus dem Iran. Besonders schwierig seien die Vorbereitungen für den Besuch einer reinen Mädchengruppe aus Tunesien gewesen, weil es dafür bislang kaum eine Ausreisegenehmigung gegeben habe, hieß es. Etwa 100 Jugendliche stammten aus Waldorf-Einrichtungen und würden von fünf in der Region Stuttgart gelegenen Waldorfschulen betreut.
Rund 400 Jugendliche sind in Gastfamilien untergebracht, die übrigen in Jugendeinrichtungen. Weitere Programmpunkte neben dem Klimakongress sind Sportwettkämpfe und Besuche in Stuttgarter Automuseen. Die Stadt Stuttgart steuert zu den Gesamtkosten 200.000 Euro bei, weitere 160.000 kommen von Sponsoren. Hauptgeber sind die Daimler AG und der Energieversorger EnBW.
Letzte Änderung am: 13.07.2009, 15.10 Uhr