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Die Probleme der irregulären Einwanderer sind gewaltig. Oft werden sie um ihren Lohn betrogen, ihre Kinder können eine Schule nur unter großer Heimlichkeit besuchen und ein Arztbesuch ist für die meisten nicht drin.
In Deutschland leben Schätzungen zufolge einige hunderttausend Ausländer ohne Aufenthaltspapiere. Sie arbeiten vorwiegend in Privathaushalten, in der Gastronomie oder auf dem Bau. Die Koalition hatte sich darauf verständigt, die Situation der Illegalen zu überprüfen. Das Bundesinnenministerium hatte Anfang 2007 einen Bericht vorgelegt. Darin kam es zu dem Schluss, dass auf Bundesebene kein Handlungsbedarf bestehe. Es empfahl lediglich, Unterstützer der Menschen ohne Papiere in bestimmten Fällen nicht unter Strafe zu stellen. Die Einführung eines "anonymen Krankenscheins" und die öffentliche Finanzierung der Behandlung lehnten die Experten des Ministeriums ab.
Um solchen Menschen zu helfen, haben die Malteser zuerst in Berlin und später in Köln, Anlaufstellen gegründet. Dort werden Migranten ohne Krankenversicherung behandelt. Die "Malteser Migranten Medizin" hilft in der Hauptstadt jährlich rund 3.000 Patienten ohne gültige Aufenthaltspapiere. Nach Schätzungen leben in Berlin bis zu einer viertel Million Menschen ohne Aufenthaltsstatus. Jetzt ist auch in Stuttgart eine Einrichtung eröffnet worden.
Letzte Änderung am: 04.03.2009, 15.21 Uhr