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Ein Kinofilm will die Welt verändern Die 4. Revolution

aus der Sendung vom Dienstag, 15.3.2011 | 18.10 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

„Die vierte Revolution – EnergyAutonomie“ ist spektakuläres Kino und bedeutsame Botschaft zugleich. Der Film will nichts weniger als den Beweis antreten, dass die weltweite Energiewende möglich ist – wenn die Menschen es nur wollen. Der Dokumentarfilm von Regisseur Carl A. Fechner beschreibt anhand von 10 visionären Protagonisten, darunter Nobelpreisträger, Umweltaktivisten, Unternehmer, ein Banker und ein Politiker- wie die Energiewende in den nächsten 30 Jahren zu schaffen ist. Und er soll zeigen, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet.

Der Name „Die 4. Revolution“ soll dabei die Bedeutung unterstreichen, die der Energiewende nach der industriellen, der agroökonomischen und der informationstechnologischen Revolution für die Menschheit zukommt. Drei Jahre lang hat Regisseur Carl Fechner  an dem 1, 5 Millionen Euro teuren Film gearbeitet. Gedreht wurde in zehn Ländern, auf vier Kontinenten. 116 Stunden Material – aus dem am Ende eine 90minütige Hochglanz-Kinoproduktion entstand, die die Menschen mitreißen soll.

 

Möglich wurde der Film nur durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Öko-Unternehmen, Verände und staatlicher Institutionen wie z.b. der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für Umweltaufklärung. Auch der größte Förderer des Projekts sitzt bei uns im Land – die Firma JUWI aus Wörrstadt. Das rasant wachsende Unternehmen kämpft selbst seit Jahren mit einer eigenen 100-Prozent-Kampagne für die Energiewende. Im Kinofilm ist Firmengründer Matthias Willenbacher als visionärer Unternehmer eine der zentralen Figuren. Vor gerade mal 16 Jahren träumte er noch davon, ein Windrad zu bauen. Heute beschäftigt die Firma Juwi mehr als 1000 Mitarbeiter. Im Film spielt Matthias Willenbacher nicht nur eine zentrale Rolle, weil er zu den führenden Projektentwicklern erneuerbarer Energien gehört, sondern weil er mit seiner Unternehmensführung immer wieder Zeichen setzt. So ist das JUWI-Bürogebäude in Wörrstadt das energieeffizienteste der Welt und produziert mehr Energie als es verbraucht.

 

Der Kinofilm „Die 4. Revolution“ zeigt aber nicht nur das technisch Machbare und die gigantischen High-Tech-Anlagen in den Industriestaaten, sondern er ist auch ein Film über globale Zusammenhänge: über Machtstruktuen, Politik, Lobbyismus und über den Zusammenhang von Armut und Energieversorgung. Dezentrale Projekte wie beispielsweise in Bangladesh zeigen, dass die Energiewende auch in Entwicklungsländern ein Ausweg aus der wirtschaftlichen Misere sein kann. Dort wurden Frauen zu Energiewirten ausgebildet und mit Hilfe von Mikrokrediten für die arme Landbevölkerung mehr als 400.000 Minisolaranlagen auf Dächern installiert. 

 

Nicht zuletzt will „Die 4. Revolution – EnergyAutonomy“ mehr sein als nur ein überzeugender Kinofilm: Der soll nur den Auftakt bilden für eine ganze Bewegung – die „Energy-Autonomy-Gemeinde“ – an der sich jeder beteiligen kann. Das Ziel ist klar: Mit vereinten Kräften die Vision von der Energiewende Wirklichkeit werden zu lassen. Vor dem Hintergrund der Katastrophe in Japan ist der Film heute aktueller den je. Denn die Energiewende darf nicht nu rein schöner Traum sein – sie ist der einzige Weg in eine sichere Zukunft.

Letzte Änderung am: 19.01.2010, 18.36 Uhr