aus der Sendung vom Dienstag, 31.1. | 18.10 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Ein 80 Kilo schwerer Old-English-Mastiff hat schlimme Knieprobleme. Sein Name ist AJ. Damit er wieder schmerzfrei auftreten kann, baut ihm Dieter Pfaff eine Stützschiene, auch „Orthese“ genannt. Dieter Paff ist eigentlich gelernter Humanorthopäde, doch seit fünf Jahren behandelt er ausschließlich vierbeinige Patienten. Ein Geschäft mit Zukunft, denn längst sind Hund und Katze vollwertige Familienmitglieder im Haus und nicht nur „Beiwerk“. Viele Besitzer sind daher bereit, zwischen 150 Euro bis 800 Euro in ein orthopädisches Hilfsmittel für ihre Liebling zu investieren.
Dieter Pfaff weiß, dass nicht jedes Tier eine Orthese (Stützschiene) oder Prothese tragen kann. Wichtig ist zum Beispiel, dass das Bein nicht zu nah am Körper abgenommen wurde und das Tier das Hilfsmittel als Stütze annimmt. Das tun Hunde in der Regel schneller, als Katzen, so die Erfahrung des Tierorthopädietechnikers.
Am Anfang einer Schiene oder einer Prothese für A.J und Kollegen steht immer ein Gipsabdruck, wie bei den Menschen. Seiner Vorlage entsprechend, passt der Orthopädietechniker dann die die Gehilfe genau an. Die Materialien entsprechen denen, die man aus der Humanmedizin kennt, unter anderem: Polyethylen, Leder und Klettbänder.
Dieter Pfaff muss die Prothesen exakt in Form schleifen – millimetergenau. Das ist wichtig, damit später keine Druckstellen entstehen. Bevor A.J und Co mit ihrer neuen Stütze nach Hause gehen dürfen, muss jedes Tier vor den Augen des Orthopäden einen Probelauf machen. So prüft Dieter Paff genau, ob das Gangbild wieder stimmt.
A.J. merkt schnell, dass die Orthese seine Schmerzen lindert. Nun kann der Mastiff seine Spaziergänge wieder in vollen Zügen genießen.
Letzte Änderung am: 31.01.2012, 11.09 Uhr