aus der Sendung vom Dienstag, 31.8.2010 | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Seit 25 Jahren entwickelt und baut das Unternehmen mit seinen rund 80 Mitarbeitern Speziallösungen zur Wasseraufbereitung. Das Besondere: viele der technischen Anlagen, die hier in Handarbeit gefertigt werden, kommen ohne umweltschädliche Chemie aus – beispielsweise Geräte zur Trinkwasseraufbereitung für die dezentrale Wasserversorgung. Und die wird weltweit immer wichtiger. Fast eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele müssen kilometerweit laufen, um überhaupt an Wasser zu kommen – und das ist dann häufig schmutzig oder verkeimt.
Helfen kann da die „aquaplus“- Anlage, die nur mit Hilfe von Strom und einer speziellen Diamantelektrode Wasser so gut reinigt, das es trinkbar wird – und zwar ganz ohne Chlor. Eingesetzt wird die Anlage zum Beispiel in der Etoscha-Pfanne in Namibia. Dort gab es bislang nur extrem salzhaltiges Brackwasser. Im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojekts baute das Mainzer Unternehmen vor Ort eine „aquaplus“-Anlage auf, die das Wasser entsalzt, reinigt und jetzt hygienisch einwandfreies Trinkwasser liefert. Ein Segen für die Menschen vor Ort – und ökologisch ist die Anlage auch noch: weil sie mit einer Photovoltaik Anlage den nötigen Strom liefert. Auch technische Anlagen zur Aufbereitung von sogenanntem Prozesswasser in der Industrie werden in Mainz entwickelt und gebaut. Der „scale-remover“ z.B. kann Wasser entkalken – ganz ohne chemische Zusätze. Das schont Maschinen und damit Ressourcen.
Die Herstellung von Spezialchemikalien zur Wasseraufbereitung ist das zweite Standbein des Unternehmens. In großen Mengen werden hier Mittel nach eigenen Rezepturen produziert: Das Grundprinzip: Nur so viel Chemie wie nötig und so wenig wie möglich. Ganz ohne geht es oft nicht – z.B. bei der Aufbereitung von Wasser in der Lackindustrie. Mit Hilfe von Flockungsmitteln wird der Lack aus dem Wasser herausgelöst, kann danach entfernt werden. Zurzeit arbeiten die Mainzer Spezialisten aber auch an neuen, ökologischen Lösungen – und experimentieren z.B. mit nachwachsenden Rohstoffen.
Auch im Umgang mit dem eigenen Wasser im Betrieb geht das Unternehmen neue Wege. Regenwasser wird für den Produktionsprozess genutzt – und anfallendes Abwasser wieder mit hauseigener Technologie aufbereitet. Für das Mainzer Unternehmen ist er eben mehr als nur ein Geschäft – der nachhaltige Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser.
Ansprechpartner:
Dr. Wolf-Dietger Huth, Geschäftsführer
Dekan-Laist-straße 13
55129 Mainz-Hechtsheim
Tel: 06131/9713100
Letzte Änderung am: 27.08.2010, 18.11 Uhr
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