Sendung vom Donnerstag, 24.3.2011 | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Alle in eine Richtung, immer im gleichen Abstand - alles ohne Massenkarambolage. Wie Tausende von Tieren sich als großes Lebewesen in einem Schwarm genau koordinieren, ist bis heute immer noch ein Rätsel. Tatsache ist: Je größer die Gruppe, desto größer die Überlebenschance jedes Einzelnen. Der Schwarm bietet Schutz, große Partnerauswahl und gemeinsam kann man auch noch Energie sparen.
Zugvögel fliegen zum Beispiel oft in V-Formation. Sie nutzen die Luftwirbel von ihrem Vordermann als Auftrieb und sparen somit fast die Hälfte ihrer Kräfte. Damit es nicht zu Karambolagen kommt, verfügen etwa Fische über ein spezielles Seitenlinienorgan. Schwimmt der Nachbar also schneller oder wo anders hin, wird dies registriert und nachgemacht.
Dass Tiere sich zu Zweckgemeinschaften zusammenschließen, findet in vielen Bereichen statt. Gnus beispielsweise tauchen in riesigen Herden auf. Für ihre Feinde, die Raubtiere, ist es dann unheimlich schwer, in der großen Menge Beute zu machen.
Und eine Herde ist viel wachsamer als ein einzelnes Tier. Hinzu kommt die Lebenserfahrung der meist älteren Leittiere, die die Herde ans sichere Ziel bringen. Auch Insekten sammeln sich zu Hunderten, Tausenden, ja sogar Millionen und bilden einen Riesenorganismus. So sind sie unschlagbar. Heuschrecken können sogar zu einer regelrechten Plage werden.
Aus einer eigentlich harmlosen Wanderheuschrecke wird plötzlich ein monströser Schwarm, der alles vernichtet. Und dass harmlose Tiere , wenn sie nicht einzeln sondern als Schwarm auftauchen, auch uns Menschen richtig Angst machen können, das zeigt der Hitchcock-Thriller „Die Vögel“.
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Letzte Änderung am: 03.03.2010, 18.34 Uhr