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Klimawandel in Kopenhagen und in Rheinland-Pfalz Liebes CO2, wie schön, dass es Dich gibt

Sendung vom Dienstag, 15.12.2009 | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Der Kohlendioxid-Anstieg in der Atmosphäre, den wir zum größten Teil selbst zu verantworten haben, bedroht das Weltklima. Doch wie sähe das Leben auf unserem Planeten ohne Kohlendioxid aus? Leben, wie wir es kennen, wäre schlicht unmöglich. Denn die Klimagase, unter anderem „das böse Kohlendioxid“, haben überhaupt erst die schützende Atmosphäre geschaffen, in der Pflanzen, Tiere und auch menschliches Leben sich entwickeln konnten. Vor mehr als vier Milliarden Jahren entwichen aus Feuer speienden Vulkanen die schützenden Klimagase. Wie stark sie sind, zeigt auch ihr positiver Einfluss:


Ohne Kohlendioxid und Wasserstoff, Methan etc. hätten wir im Jahresdurchschnitt auf unserer Erde eine Temperatur von minus 18 Grad, das ist etwa 10 Grad kälter als die mittlere Temperatur bei den Inuit in Grönland! Die Klimagase lassen die Wärme der Sonne zwar in die Atmosphäre einströmen, doch nicht wieder heraus, - das ist der natürliche Treibhauseffekt. Er erhöht die Jahresdurchschnittstemperatur global um 33 Grad, von minus 18 auf plus 15 Grad; erst im Schutz dieser Atmosphäre war Leben – wie wir es kennen - möglich.


Wie lebensfeindlich unsere natürliche Umwelt ohne den Schutz der Klimagase wäre, hat unser Planet vor 400 Millionen Jahren erlebt: damals hatten die Pflanzen das Kohlendioxid, das sie zu ihrer Ernährung, für die Photosynthese benötigen, fast ganz aufgebraucht; global sanken die Temperaturen deshalb so stark, dass Ozeane vereisten und das Land von Gletschern bedeckt war . Erst als der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre allmählich wieder anstieg, kehrte mit höheren, lebensfreundlichen Temperaturen auch der Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt zurück.

Es geht also um eine sensible Balance. Durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe haben wir seit etwa 150 Jahren die Atmosphäre immer stärker und zunehmend schneller mit Kohlendioxid aufgeladen, die natürliche Folge ist eine Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperatur. Zwei, drei, vier Grad mehr – das klingt zunächst harmlos. Doch in vielen Teilen der Welt zeichnen sich jetzt schon katastrophale Folgen ab. Um ein weltweites Bündnis gegen den Klimawandel, unter dem vor allem die Entwicklungsländer leiden, die selbst nicht schuld daran sind, geht es beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen.


Max -Planck-Institut für Chemie

Ansprechpartner
Prof. Dr. Meinrat O. Andreae
Abteilung Biogeochemie
Becherweg 27
55128 Mainz
Tel: 06131/305421
Fax: 06131/305487

E-Mail:
biogeo@mpic.de
Internet:
www.mpch-mainz.mpg.de

Letzte Änderung am: 04.12.2009, 23.26 Uhr

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Sendezeiten

Dienstags, 18.10 Uhr
SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Wiederholungen:
Sonntags, 5.00 Uhr
SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Samstags, 18.15 Uhr
SWR Fernsehen in Baden-Württemberg