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Sujetbild für Online-Special "Hunger" mit Porträt eines Afrikaners und Kartenausschnitt Medienpreis Entwicklungspolitik Auszeichnung für "Hunger"

Das Online-Special zum Dokumentarfilm "Hunger" ist mit dem "Medienpreis Entwicklungspolitik" des BMZ ausgezeichnet worden. [mehr zu: Auszeichnung für "Hunger"]

CD in einem CD-Laufwerk "Hunger" Bildungs-DVD

Informationen und Materialien zu den Themen des Films [mehr zu: Bildungs-DVD]

Karin Steinberger und Marcus Vetter Robert Geisendörfer Preis Medienpreis für "Hunger"

Marcus Vetter und Karin Steinberger erhalten für "Hunger" den renommierten Robert Geisendörfer Preis" der Evangelischen Kirche.

Logo der Comenius-Medaille Comenius-Medaille 2011 Auszeichnung für "Hunger"

Die Begleit-DVD zu "Hunger" wurde von der Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. mit der Comenius-Medaille ausgezeichnet. [mehr zu: Auszeichnung für "Hunger"]

Ein afrikanischer Junge hält seine geschundenen Hände hoch Spenden Kampf gegen den Hunger

Das "Bündnis Entwicklung Hilft" vereint fünf deutsche Hilfsorganisationen. Unter dem Kennwort: "Doku Hunger" können Sie für Projekte zur Bekämpfung von Hunger spenden. [mehr zu: Kampf gegen den Hunger]

Fernsehen und Radio Im Programm

Alle Sendetermine des Dokumentarfilms "Hunger" und weitere Sendungen zum Thema [mehr zu: Im Programm]

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Dokumentarfilm "Hunger" Die vielen Gesichter des Hungers

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Hunger" erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der
Welt. In fünf Ländern stellen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Frage, wie Menschen mit dem Hunger leben, und warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik versagt haben. Von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis nach Kenia, wo ganze Landstriche seit Jahren von Lebensmittelhilfe abhängig sind.

Afrikanische Flüchtlinge werden am Strand von Fuerteventura von der Guardia Civil betreut

Man kennt das Bild mittlerweile. Ein Boot voller Menschen am Touristenstrand auf Gran Canaria. Sie schleppen sich durch den Sand, halb verhungert, bleiben einfach liegen und schauen auf die unter Sonnenschirmen liegenden Touristen. Sie sind Boten eines explosionsartigen Bevölkerungswachstums, das zu 95 Prozent in den Entwicklungsländern stattfindet. Sie zahlen ein Vermögen, um auf überfüllten Fischerbooten in eine Welt überzusetzen, die sie nicht kennen, aber von der sie wunderbare Dinge gehört haben. Unvorstellbaren Reichtum glauben sie dort zu finden, und Glück. Was aber treibt Menschen dazu, ihre Familien und ihre Heimat zurückzulassen und ihr Leben für eine ungewisse Zukunft zu riskieren?

Fünf Länder – Fünf Hintergründe

Warum ist die Bekämpfung von Hunger so schwierig? Fakt ist: Es werden zehn Prozent mehr Lebensmittel produziert als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen. Marcus Vetter und Karin Steinberger sind in fünf Ländern auf Spurensuche gewesen: Was sind die Gründe für Hunger?

Fischer in einem Holzboot vor Mauretanien Mauretanien

Immer öfter kehren die Fischer in Mauretanien mit leeren Netzen vom Meer zurück. Sie verlieren ihre Existenzgrundlage, weil die Gewässer vor der Küste von ausländischen Fangflotten leer gefischt werden. Getrieben von der Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat und der Hoffnung auf ein besseres Leben wagen jedes Jahr Zehntausende von Afrikanern die Fahrt über das Meer nach Europa. Für viele von ihnen endet diese Flucht mit dem Tod.

Kleines Turkana-Mädchen in zerrissenem rotem Kleid Kenia

Früher waren die Massai in Kenia stolze Viehhirten. Doch nun fehlt es ihnen an Weideland und Wasser für ihre Herden. Denn das Wasser wird über Pipelines zu Farmen geleitet, auf denen Blumen für den Export gezüchtet werden.
Wie fatal der Wassermangel ist, zeigt sich im Nordosten von Kenia, wo das Land durch zahlreiche Dürren verwüstet ist. Die Menschen sind seit Jahrzehnten abhängig von den Lebensmittellieferungen ausländischer Hilfsorganisationen.

Indische Bäuerin und ihre Tochter sitzen in ihrer Hütte Indien

Den Kleinbauern in Indien wurde eine "grüne Revolution" versprochen: Genetisch verändertes Saatgut sollte ihnen Wohlstand bringen. Doch stattdessen sind die Bauern in eine Schuldenspirale geraten. Als letzten Ausweg sehen viele nur noch den Selbstmord. Im Elend zurück bleiben ihre Frauen und Kinder.
Einen anderen Weg geht die indische Genforscherin Suman Sahai. Sie ist Initiatorin einer Gen-Datenbank, mit der traditionelles Saatgut gerettet und den Bauern zur Verfügung gestellt wird.

Luftaufnahme von gerodetem Regenwald Brasilien

Der Regenwald im Amazonasgebiet von Brasilien wird immer weiter zerstört, um den Hunger der Industrienationen nach Tropenholz, Rindfleisch und Biosprit zu stillen. Riesige Soja-, Mais- und Zuckerrohr-Monokulturen machen die Großfarmer sehr reich. Nur wenige Aktivisten wagen es, sich ihnen entgegenzustellen: Ihr Kampf für die Rechte der Kleinbauern und Landarbeiter und den Schutz des Regenwaldes kann das Leben kosten.

Frau mit nacktem Oberkörper und zwei nackte Kinder machen Schlammkekse vor Wellblechhütte Haiti

Schon vor dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 war Haiti eines der ärmsten Länder der Welt. Auf Druck des Auslands hatte sich Haiti dem weltweiten Handel geöffnet. Die Folge: Billiger US-amerikanischer Reis kam ins Land, mit dem die einheimischen Reisbauern nicht konkurrieren konnten. Unzählige Kleinbauern und Landarbeiter haben ihre Dörfer verlassen und wohnen ohne jede Existenzgrundlage in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Doch es gibt auch positive Signale: Die einheimische Nichtregierungsorganisation "Buy local Haiti" ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und auch einheimische Produkte zu kaufen.

Kommentare zu diesem Artikel:

Brillianter Film - Jeder sollte ihn sehen!

(gscheidala) 29.10.2010 , 22:33

Der Film führt uns auf schockierende Art vor Augen, dass wir alle Mitschuld an dem Leid in der Dritten Welt tragen. - Jeder sollte den Film sehen, da er die Bereitschaft, etwas an der Situation zu ändern fördert. - Daher fände ich es gut, wenn der Film noch einmal (oder mehrmals) zu Hauptsendezeit ausgestrahlt würde, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Wenn möglich bitte auch im ausland senden. Im Schulunterricht sollte er selbstverständlich nicht fehlen. - Mehr konkrete Hinweise im Film, was wir für eine nachhaltige Verbesserung der Situation tun können, wären wünschenswert. - Spenden greift hier zu kurz. Der Mißstand entsteht erst durch unsere Nachfrage nach wasserintensiven Gütern wie Rosen und Rindfleisch. Wir müssen unser Verhalten ändern! Wir dürfen solche überflüssigen und für uns nicht überlebenwichtigen Dinge nicht mehr kaufen, um nicht weiter die Versorgung mit überlebenswichtigen Gütern für Millionen von Menschen zu gefährden! Danke!

Einer der besten politischen Dokumentarfilme aller Zeiten

(Johannes Asal) 29.10.2010 , 16:30

Dieser Film hätte es verdient, zur BESTEN Sendezeit - also 20.15 h und NICHT kurz vor Mitternacht - ausgestrahlt zu werden. Trotzdem hoffe ich, dass er nachträglich durch Mundpropaganda einen großen Bekannheitsgrad erreicht und die Menschen dazu bringt, ihren Regierungen endlich mal einzuheizen, eine WELTWEIT NACHHALTIGE POLITIK zu machen. Davon sind Deutschland und die EU noch galaktisch weit entfernt !!

Es kann doch nicht bei dieser Themenwoche bleiben!

(Sonia Kharistafri) 27.10.2010 , 14:00

"Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen" drückte treffend Mahatma Gandhi aus. Bezüglich der Problematik brauchen, wünschen und verlangen wir Menschen konkrete und konstruktive Informationen, um unsere Ohnmachtsgefühle zu überwinden und aktiv werden zu können. Und die können und müssen uns die Medien liefern. Und was ist mit der Gier des Menschen? Es hift niemandem, die Schuld auf die anderen zu schieben. Jeder muß bei sich selbst anfangen, wie in dem o.g. Zitat, und die Verantwortung für eigene Gedanken übernehmen. Da ist schon Handlungsspielraum. Medien haben große Macht und Verantwortung. Deswegen kann es nicht bei dieser einen Themenwoche bleiben! Wir brauchen mehr! Denn die Zeit läuft uns davon.

„Hunger“ ein beeindruckender Film

(Kritische) 27.10.2010 , 12:57

Was aber bleibt? Da erzählt eine Frau, dass es Menschen gibt, die den ganzen Tag essen. Das klang gestellt. Aber, es stimmt. Doch was essen sie? Zusammengeklebtes Fleisch, Lebensmittel, hergestellt auf industrieller Basis, von denen wir nicht wissen wie sie sich im Stoffwechsel auswirken. Es bringt nichts die armen Menschen aufeinanderzuhetzen! Berufserfahrene in Deutschland, werden im Hartz IV Lager entmündigt! Dafür werden „hungrige“ Fachkräfte gerufen . Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er braucht geistige und geistliche Nahrung um zu Erkennen. Erkennen aber macht der gierigen Politik Angst. Wissen entlarvt . Man muß alle kleinhalten. Schon Goethe wies in seinem „Faust“, auf die Verirrung von Wissensdurst hin. Wissenschaftler, sie dürften nur Gelder bekommen, wenn sie in Ihren Forschungen diese Welt erhalten, den Menschen dienen, sie aufrichten. Nicht der Arme muß sein Verhalten ändern, es sind die Reichen, die, die Armen in den Tod treiben.

„Hunger“ ein beeindruckender Film

(Kritische) 27.10.2010 , 12:57

Was aber bleibt? Da erzählt eine Frau, dass es Menschen gibt, die den ganzen Tag essen. Das klang gestellt. Aber, es stimmt. Doch was essen sie? Zusammengeklebtes Fleisch, Lebensmittel, hergestellt auf industrieller Basis, von denen wir nicht wissen wie sie sich im Stoffwechsel auswirken. Es bringt nichts die armen Menschen aufeinanderzuhetzen! Berufserfahrene in Deutschland, werden im Hartz IV Lager entmündigt! Dafür werden „hungrige“ Fachkräfte gerufen . Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er braucht geistige und geistliche Nahrung um zu Erkennen. Erkennen aber macht der gierigen Politik Angst. Wissen entlarvt . Man muß alle kleinhalten. Schon Goethe wies in seinem „Faust“, auf die Verirrung von Wissensdurst hin. Wissenschaftler, sie dürften nur Gelder bekommen, wenn sie in Ihren Forschungen diese Welt erhalten, den Menschen dienen, sie aufrichten. Nicht der Arme muß sein Verhalten ändern, es sind die Reichen, die, die Armen in den Tod treiben.

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Letzte Änderung am: 23.08.2010, 14.56 Uhr

Video-Vorschau Hunger

Trailer zum Dokumentarfim von Marcus Vetter und Karin Steinberger [zum Video zu: Hunger]