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Ali (18)
Bis zu seinem Verkehrsunfall vor zwei Jahren war Ali ein begeisterter Kickboxer. Er ging in die neunte Klasse der Realschule Fellbach, interessierte sich für Elektronik und war sehr sprachbegabt. Seit dem Unfall ist Ali schwer behindert und sitzt im Rollstuhl.
Der damals 16-Jährige wurde von einem Auto erfasst, als er mit seinen Freunden die Straße überqueren wollte. Ali prallte gegen einen Ampelmast, wurde wiederbelebt und liegt seitdem im Wachkoma. In die Schule geht er trotzdem. Die Theodor Dierlamm Schule ist spezialisiert auf junge Menschen im Wachkoma. Ali macht große Fortschritte: Er reagiert auf Töne, nimmt seine Umgebung besser wahr und macht auf sich aufmerksam, indem er beispielsweise mit dem Fuß gegen das Bett schlägt, wenn er aufstehen möchte. Manchmal reagiert er auch mit einem Lächeln. Er erkennt alle Mitschüler und kann kleine Strecken mit seinem Rolli fahren. Dass er noch mehr erreichen kann, da sind sich hier alle einig.
Es hat sich in der Region herumgesprochen, dass junge Unfallopfer wie Ali in der Theodor Dierlamm Schule gut gefördert werden. Derzeit bekommen die meisten Schüler vor allem Physiotherapie. Doch das passive "Bewegt-werden" reicht oft nicht aus, um einer Verkürzung der Muskulatur entgegen zu wirken. Mit "Mobi" könnten die Patienten mehr Muskulatur aufbauen und ihre Bewegungsfähigkeit verbessern. Das Gerät richtet sie auf und sie können mit Hilfe eines Physiotherapeuten einige Schritte "gehen". Die Vorrichtung soll im Flur angebracht werden, sodass sie auch von anderen Jugendlichen in den Schulpausen genutzt werden kann.
Letzte Änderung am: 05.10.2011, 17.11 Uhr