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Michelle (13) sitzt fest im Sattel
Seit sechs Jahren lebt die 13-jährige Michelle im Kinder- und Jugenddorf Maria Regina. Zuhause kann sie nicht wohnen, die Mutter ist psychisch krank, der Vater hat die Familie verlassen. Am Anfang war sie stark verhaltensauffällig und aggressiv, hatte Übergewicht und war schlecht in der Schule. Eine Ernährungsumstellung wirkte sich positiv aus und die Noten besserten sich dank individueller Förderung.
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, das lernte Michelle im Umgang mit Pferden. Sie wurde ausgeglichener und konnte sich besser konzentrieren. Auch ihre Verhaltensauffälligkeiten und Aggressionen sind deutlich zurückgegangen. Mittlerweile ist Michelle so etwas wie eine Mentorin für die jüngeren Kinder geworden. Sie hilft ihnen beim Training mit den Pferden. Aus dem verhaltensauffälligen Kind ist ein verantwortungsbewusstes Mädchen geworden.
Reiten ist ein wichtiger Bestandteil der therapeutischen Arbeit im Kinder- und Jugenddorf Maria-Regina in Silz. Bei der Tiergestützten Therapie steht nicht die reitsportliche Ausbildung im Vordergrund, sondern die individuelle Förderung. Wer sich beim „Pony-Club“ anmeldet, verpflichtet sich zur regelmäßigen Teilnahme. So lernen die Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen und Absprachen einzuhalten. Pferde reagieren unmittelbar auf klare Ansagen. So erfahren die Jugendlichen, dass sie selbst Einfluss nehmen können. Das gibt ihnen auch Selbstvertrauen im Umgang mit Menschen.
Letzte Änderung am: 29.09.2011, 16.56 Uhr