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Eltern-Projekt UFER
Mit fünf Kindern muss Familie G. ständig auf das Geld achten. Es reicht gerade so für das Nötigste. Doch die Eltern können ihre Kinder nicht fördern. Weder Schwimmstunden noch Nachhilfeunterricht sind drin. Dabei könnten die Kinder bei entsprechender Förderung viel mehr erreichen. Der Vater, gebürtiger Grieche, ist auf Grund eines Bandscheibenschadens Frührentner. Sie kommt aus Brasilien, ist Hausfrau und Mutter.
Vor einigen Jahren stieß die Familie an ihre Grenzen. Laura, damals vier Jahre alt, raubte ihren Eltern die letzte Kraft. Vor allem die Mutter-Kind-Situation geriet aus dem Ruder. In der Krise wurde die Familie von einer ehrenamtlichen Patin des Kinderschutzbundes unterstützt. Sie kümmerte sich um Laura. Die Eltern konnten die Beziehung zu ihrer Tochter neu ordnen. Nach einer Mutter-Kind-Kur fühlte sich die Familie in der Lage, auch ohne Patin zurechtzukommen. Doch nach der Geburt des fünften Kindes herrschte wieder Land unter. Das Patenprojekt UFER hat Familie G. zur Seite gestanden.
Seit mehreren Jahren führt der Kinderschutzbund im Kreis St. Wendel das Präventions-Projekt "Unterstützung für Eltern" (UFER) durch. Dabei unterstützen ehrenamtlichen Patinnen und eine Teilzeit-Sozialarbeiterin gestresste Familien mit kleinen Kindern. Mit Hilfe von Herzenssache soll das Patenprojekt ab 2012 auch Familien mit Kindern bis 12 Jahren zugutekommen. Die Patinnen werden im regionalen Umfeld der Familien gesucht. Das ist Nachbarschaftshilfe im besten Sinne. Manchmal braucht es nur eine kleine Anregung, damit Menschen sich gegenseitig helfen - so die Erfahrung des Kinderschutzbundes.
Letzte Änderung am: 14.10.2011, 14.37 Uhr