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Nestwärme für Adrian (15)
Adrian kam mit einem offenen Rücken (Spina bifida) zur Welt und ist seit der Geburt querschnittsgelähmt. Unzählige Operationen musste der heute 15-Jährige während der Wachstumsphase über sich ergehen lassen. Weihnachten 2007 kam es zu schwerwiegenden Komplikationen während eines Eingriffs. Seitdem müssen Atmung und Puls rund um die Uhr überwacht werden. Nachts wird Adrian künstlich beatmet. Sein Leben hängt an einem seidenen Faden.
Das Familienleben der Eltern bleibt auf der Strecke. Alles dreht sich um Krankenhaus, Reha und Therapie. Die Mitarbeiter von Nestwärme möchten dazu beitragen, die verbleibende Lebenszeit für Adrian und seine Eltern so angenehm wie möglich zu gestalten.
Familien mit unheilbar kranken Kindern benötigen besondere Unterstützung. Stationäre Kinderhospize können oft nur für kurze Zeit eine Entlastung für Eltern und Kinder bieten. Zwischen Eifel, Trier und Hunsrück mangelt es an langfristigen Hilfsangeboten. Herzenssache unterstützt den Verein Nestwärme e.V. dabei, einen ambulanten Hospizdienst mit qualifizierten Fachkräften aufzubauen, der den ländlichen Großraum Trier abdecken soll. Rund 15 Helfer besuchen einmal in der Woche „ihre“ Familien, kaufen ein, helfen im Haushalt oder betreuen die Geschwisterkinder. Sie schenken der Familie etwas Zeit, aber vor allem viel Wärme. Eine festangestellte Kinderkrankenschwester koordiniert und berät die ehrenamtlichen Helfer. Hausbesuche schaffen eine Vertrauensbasis untereinander, außerdem kann nur so die Situationen vor Ort richtig eingeschätzt und bewertet werden.
Letzte Änderung am: 03.10.2011, 20.08 Uhr