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Die neunjährige Jennifer (Name geändert) geht in die dritte Klasse einer Schwenninger Grundschule. Das kleine Mädchen mit dem dunklen Wuschelkopf ist ein freundliches Kind, von dem man auf den ersten Blick gar nicht vermutet, dass es auch andere Seiten hat. Doch Jennifer ist oft unkonzentriert und vergisst ihre Schulsachen zu Hause. Inzwischen wird sie deswegen oft gehänselt. Jennifers Mutter sieht ein, dass sich etwas ändern muss, ist alleine aber überfordert. Genau wie mittlerweile auch die Lehrer. So bahnt sich für Jennifer unweigerlich der Weg auf die Förderschule als „letzter“ und vielleicht allzu vorschneller „Ausweg“ an. Genau davor möchte das Projekt „Tandem Jugendhilfe“ des Kinder- und Familienzentrums Villingen-Schwenningen sie schützen und zunächst alle anderen Wege der Problemlösung ausschöpfen.
Die Mitarbeiter in diesem Modellprojekt möchten verhindern, dass Kinder vorschnell als „Fall für die Förderschule“ abgestempelt werden. Ein interdisziplinäres „Tandem“, bestehend aus einem Sonderschullehrer (finanziert vom staatlichen Schulamt) und einem Sozialpädagogen (finanziert von Herzenssache) will die Probleme lösen. Das „Tandem“ ist abrufbar, wenn ein Kind „verhaltensauffällig“ ist und/oder die Lehrer sich im normalen Unterricht überfordert fühlen. Gemeinsam mit Lehrern, Kind und Eltern versucht das „Tandem“ dann Lösungen zum Wohle und für eine chancengleiche Entwicklung des Kindes zu finden und Unterstützung zu geben.
Prof. Dr. Matthias Brungs von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg begleitet das Projekt wissenschaftlich.
Mehr Infos unter: www.stiftung-st-franziskus.de, www.kifaz-vs.de
Letzte Änderung am: 17.06.2011, 11.56 Uhr