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Am 15. August wird der Wald-Hochseilgarten „HIGH LIVE“, ein von Herzenssache gefördertes und vom Verein LIVE Jugendhilfe e.V. betreutes Projekt und die neue Attraktion in der Urlaubsregion Thalfang-Erbeskopf, offiziell in Betrieb genommen. Startschuss ist um 11 Uhr.
Der Hochseilgarten, der von Herzenssache mit 100.000 Euro unterstützt wird, soll in die Erlebnis- und Freizeitregion Erbeskopf integriert werden und in Zukunft Arbeitsplätze auch für die 20 Mädchen und Jungen der LIVE Wohngruppe bieten.
Verantwortlich für den Bau des Hochseilgartens ist die LIVE Jugendhilfe e.V. aus Thalfang. Ein gemeinnütziger Verein, der gestrandete Jugendliche aufnimmt, sie rund um die Uhr betreut und ihnen im Alltag zur Seite steht. So wie dem 15 Jahre alten Mario. Er will die Schule schaffen, eine Arbeit finden, und am liebsten mit seinem Rap-Gesang berühmt werden. Die Wirklichkeit sieht jedoch ganz anders aus: Mit acht Jahren ist der Junge zum ersten Mal in der Psychiatrie, kommt auf die schiefe Bahn, kifft, schwänzt die Schule. Seine Mutter ist überfordert. Sie entscheidet sich, ihn ins Heim zu geben.
Jetzt lebt Mario in der Deuselbacher Wohngruppe der LIVE Jugendhilfe. Manchmal hat er Heimweh. Denn der coole Junge ist eigentlich noch ein Kind. Was er brauchte waren Regeln und – dass jemand an ihn glaubt und ihn wertschätzt.
Beim Bau des Hochseilgartens wurden er und die Jugendlichen seiner Wohngemeinschaft deshalb aktiv in die Arbeit mit einbezogen: Aufräumen, Rinde von Bäumen schälen, Fundamente ausheben – oft ein Knochenjob, denn auf eineinhalb Hektar Fichtenwald sollten fünf Parcours verschiedener Schwierigkeitsstufen entstehen. Nun können die Jugendlichen auf „ihr“ entstandenes Werk schauen und stolz sein. Das stärkt ihr Selbstvertrauen, ihre Teamfähigkeit und Verlässlichkeit.
Der Hochseilgarten, der von Herzenssache mit 100.000 Euro unterstützt wird, ist bewusst in die Erlebnis- und Freizeitregion Erbeskopf integriert und soll in Zukunft auch Arbeitsplätze für die 20 Mädchen und Jungen der LIVE Wohngruppe bieten. Auch sollen die Jugendlichen, die der Verein betreut, eine größere Akzeptanz und Integration in der dörflichen Gemeinschaft vor Ort erfahren können. Der Kletterparcours kann zudem der Vernetzung und Verankerung der Wohngruppen in der Region dienen.
Quelle: Herzenssache
Letzte Änderung am: 27.10.2009, 09.44 Uhr