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Im Rahmen des Bernhard Wicki Filmpreises wird erstmals ein undotierter Sonderpreis vergeben: an das Projekt Cinema Jenin, das Marcus Vetter mit Unterstützung von Herzenssache initiiert und mit einem gleichnamigen MFG-geförderten Dokumentarfilm begleitet hat.

"Cinema Jenin" wurde von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Bundesaußenminister a.D., geehrt. Die Geschichte des Cinema Jenin begann im Jahre 2005 mit einer außergewöhnlichen Tat: Ismael Khatib, dessen Sohn irrtümlich von israelischen Soldaten erschossen wurde, spendete die Organe seines Sohnes und rettete so das Leben von fünf palästinensischen und israelischen Kindern. Diese Geschichte erzählen die Filmemacher Leon Geller und Marcus Vetter in ihrem Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin", der von der MFG Filmförderung unterstützt und mehrfach ausgezeichnet wurde.
Während der Dreharbeiten entstand die Idee, das Cinema Jenin in den besetzten Gebieten Israels wieder aufzubauen. Das einzige Kino in Jenin wurde mit Beginn der ersten Intifada im Jahr 1987 geschlossen und seitdem nicht wieder eröffnet. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten, der Förderung durch Herzenssache und vielen Informationsveranstaltungen, für die zahlreiche Politiker und Prominente gewonnen werden konnten, öffnete das Kino tatsächlich im August 2010 wieder seine Pforten – und setzt damit ein großes Zeichen für Frieden und Menschlichkeit.
Der "Bernhard Wicki Filmpreis – Die Brücke – Der Friedenspreis des Deutschen Films" würdigt künstlerische Arbeiten, die Brücken schlagen, wo andere Gräben aufreißen. Er soll wegweisend für junge Künstler sein, sich mehr an Filmen, die sich durch Inhalte und filmische Kraft auszeichnen, zu orientieren, als an Effekten und Marketing.

Die Herzenssache in Palästina - in Form von landestypischen Mosaiken!
Letzte Änderung am: 07.07.2011, 11.38 Uhr