Kreisjugendring Rems-Murr e.V.Wertekommunikation in Winnenden

Der Amoklauf von Winnenden – Warum und wozu?

Trauerfeier in Winnenden

Trauer in Winnenden

An die Bilder vom 11. März 2009 erinnern sich viele. An diesem Tag schockierte der Amoklauf eines 17-jährigen Schülers an der Albertville-Realschule in Winnenden die Menschen in ganz Deutschland. Auch die 15 Jahre alte Larissa: "Der Amoklauf war wie ein Film für mich. Es war so, als wäre das alles gar nicht real passiert. Als ich mitbekommen habe, dass eine Freundin von mir gestorben ist, habe ich das zuerst gar nicht geglaubt. Erst nach der Beerdigung war klar, dass sie tot ist. Tagelang konnte ich nichts essen, ich konnte mich auf nichts konzentrieren. Dann hat mich eine Lehrerin zu einer Psychologin geschickt, die mit mir gesprochen hat. Und nach einer Weile habe ich dann aufgehört, traurige Lieder zu hören."


Nach Sprachlosigkeit selbst aktiv werden

Vielen Jugendlichen in Winnenden und im Landkreis Rems-Murr geht es ähnlich. Bis heute sind viele Menschen dort traumatisiert und sprachlos. Doch der Sprachlosigkeit folgt der Wunsch etwas zu tun und selbst aktiv zu werden.

Herzenssache in WinnendenEin Beitrag von SWR3Dauer: 3:46 min

Zum Abspielen von Audios und Videos auf unserer Webseite benötigen Sie den Flash-Player von Adobe. Diese Software ist eine Erweiterung für Ihren Browser.

Hier können Sie sich den kostenlosen Flash-Player herunterladen.

Alternativ können Sie hier klicken, um den Beitrag im Windows Media Format in einem externen Player abzuspielen.


Herzenssache: Wertekommunikation in WinnendenDauer: 1:11 min

Herzenssache engagiert sich seit diesem Jahr in Winnenden und Sarah-Louise Mayer stellt das Wertekommunikatoren-Projekt in SWR3 vor.

Zum Abspielen von Audios und Videos auf unserer Webseite benötigen Sie den Flash-Player von Adobe. Diese Software ist eine Erweiterung für Ihren Browser.

Hier können Sie sich den kostenlosen Flash-Player herunterladen.

Alternativ können Sie hier klicken, um den Beitrag im Windows Media Format in einem externen Player abzuspielen.



Projekt: "Lebenslinien"

Larissa

Gemeinsam mit Jugendlichen wie Larissa, dem Aktionsbündnis der Opfereltern u.v.a. realisieren der Kreisjugendring Rems-Murr und Herzenssache ein Projekt, das Fragen stellt: Wie kann die Kommunikation unter Jugendlichen verbessert, wie können Toleranz, Wertschätzung und Solidarität als Werte vermittelt werden? Und in welcher Werte-Welt wollen die Jugendlichen eigentlich leben? In Workshops sollen junge Menschen über ihre Wertvorstellungen diskutieren, um sie dann in praktischen Trainings zu "erleben". Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl zu sitzen oder auf der Straße zu leben? Wie erlebe ich den Alltag in einer Bahnhofsmission oder Aidshilfe? Habe ich Mitgefühl und Zivilcourage, mich für meine Mitmenschen einzusetzen?

Jugendliche als Wertekommunikatoren

Das Ziel des Projektes: Jugendliche sollen zu "Wertekommunikatoren" ausgebildet werden, "Wertekommunikatoren", die aktiv und solidarisch mit anderen Jugendlichen ihre Alltags- und Schulwelt gestalten. Es soll ein Netzwerk der Wertekommunikatoren entstehen, das über Winnenden und die Region hinauswirkt. Das Projekt wird vom Friedensinstitut Tübingen wissenschaftlich begleitet.


Projektstart in Winnenden und Leutenbach

Symbolisch wurde das Projekt "Lebenslinien" mit der Pflanzung eines "Lebensbaumes" am 5. März in Leutenbach ins Leben gerufen. Im Anschluss kam es in der Aula des Berufsbildungswerks Paulinenpflege zu einem moderierten Fachgespräch zur Theorie und Praxis der Werteerziehung. Besonders interessant: Um 17 Uhr konnte man live bei der Aufzeichnung der Sendung SWR Wortwechsel mit Buchautorin Gisela Mayer dabei sein. Für Gisela Mayer war der Tag des Amoklaufs in Winnenden der schwärzeste Tag ihres Lebens, denn ihre Tochter Nina starb im Kugelhagel. Die Sendung unter der Moderation von Walter Janson wurde am 7. März um 23.35 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

Großer Projekt- und Initiativenmarkt

Im Anschluss begann der große Projekt- und Initiativenmarkt, an dem sich auch Herzenssache, die Kinderhilfsaktion von SWR und SR, beteiligte. Dort stellte sich neben dem Kreisjugendring Rems-Murr e.V. unter anderem auch die bis zum 19. März in Schorndorf stattfindende Peace Count-Ausstellung vor, bei der Menschen aus verschiedenen Ländern ihre Erfolge in der Konfliktprävention und der Werteerziehung präsentieren. Außerdem konnte beim sogenannten "Dilemmata-Spiel" in Rollenspielen überprüft werden, wie sich Schüler in Drucksituationen verhalten und ob diese zu Gewaltausbrüchen neigen.

Tag der Offenen Tür

Offiziell startete das Projekt "Lebenslinien" dann im Rahmen einer Abendveranstaltung mit Vorträgen und Berichten aus der Praxis der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Am 6. März schloss sich von 11 bis 15 Uhr ein Tag der Offenen Tür in den Räumen des Kreisjugendrings Rems-Murr an, in dem gemeinsam mit der Stiftung gegen Gewalt an Schulen aufschlussreiche Lesungen und Gespräche stattfinden werden.


Kreisjugendring Rems-Murr e.V.

Marktstraße 48
71522 Backnang

Internet:
www.kjr01.de

Letzte Änderung am: 19.11.2009, 13.22 Uhr

"Herzenssache - der große Abend"Herzenssache Collage"Herzenssache - der große Abend" Zeigen Sie Herz!

WeihnachtsprojekteKinder sitzen kichernd auf einer ParkbankGemeinsam gegen Kinderarmut

Projekte in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland [mehr zu: Gemeinsam gegen Kinderarmut]

Helfen Sie mit!drei faltbare Spendenboxen von HerzenssacheHier können Sie spenden

Jeder Euro, den Sie spenden, kommt Kindern und Jugendlichen zu 100 Prozent zugute. [mehr zu: Hier können Sie spenden]

Der SWR ist Mitglied der ARD 

Sitemap | Impressum | Datenschutz | © SWR