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Dillinger Hütte spendet über 70.000 Euro"Hüttenbären" zeigen Herz

Dillinger Hütte

70.251 Euro gespendet

Die Dillinger Hütte feierte in diesem Jahr ihr 325-jähriges Bestehen und seit Jahren unterstützten die Arbeiter Herzenssache-Projekte mit ihren Spenden. Zum Jubiläum wurde daher am 5. September ein großes Familienfest mit einer Tombola für den guten Zweck zelebriert. Hauptpreis war ein funkelnagelneues Auto aus der einzigen saarländischen Autoschmiede.

Dillinger Hütte spendet für Herzenssache

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6.000 "Hüttenbären" spenden

Seit Juli wurden die heißbegehrten Lose unter den rund 6.000 Hüttenmitarbeitern (im Volksmund werden die Arbeiter "Hüttenbären" genannt) verkauft, jeweils zum Preis von einem Euro. Die Einnahmen aus der Hütten-Tombola gingen nun voll und ganz an Herzenssache - Die Kinderhilfsaktion von SWR und SR, insgesamt in Höhe von sage und schreibe 70.251 Euro.



Zur Geschichte der Dillinger Hütte:

Im Jahr 1685 erteilte Ludwig XIV. dem Marquis Charles Henri de Lénoncourt die Genehmigung eine Eisenhütte mit Schmelzofen vor den Toren der Festung Saarlouis zu errichten. Damals ahnte wohl niemand, dass daraus über 300 Jahre später ein Hüttenwerk mit einer Jahresproduktion von mehr als zwei Millionen Tonnen Rohstahl werden würde: die Dillinger Hütte. Die Standortfaktoren für die Gründung der Eisenhütte waren ideal. Das Flüsschen Prims lieferte die benötigte Wasserkraft, der Wald das Brennholz für die Schmelzöfen, und die Erzvorkommen in der direkten Umgebung die Rohstoffe für die Produktion.

Dillinger Blechlehre als europaweite Norm

Erste Produkte waren anfangs Schmiedeeisen, Nägel und Gusswaren wie Kaminplatten, Pfannen und Töpfe. Die Anzahl der Mitarbeiter war gering. Erst allmählich wurde die Produktion optimiert. Mit dem Bau des ersten Blechwalzwerks auf dem europäischen Kontinent im Jahr 1802 bestimmte das Produkt Blech die Entwicklung des Werkes. Dadurch avancierte die Hütte zum größten Schwarz- und Weißblechproduzenten Preußens. 1828 nahm die Firma die Bezeichnung "Anonyme Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke" an. Damit war eine der ersten Aktiengesellschaften Deutschlands geboren. Eine Investition folgte nun der anderen. Neueste Walzanlagen und Hochöfen wurden angeschafft, und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Belegschaft bereits auf über 2500 Mitarbeiter angewachsen. Längst war die sogenannte "Dillinger Blechlehre" mit 24 Dicken als maßgebende Norm europaweit anerkannt.

Soziales stand schon immer im Vordergrund

Neben den vielen weiteren zukunftsorientierten Produktionsinvestitionen wurden aber die Mitarbeiter nicht vergessen. Im sozialen Bereich war die Dillinger Hütte vergleichbaren Unternehmen weit voraus: Hilfs- und Pensionskasse wurden eingerichtet, ebenso ein Werkskrankenhaus, Werkswohnungen sowie eine eigene Schule. Die Liste könnte beliebig fortgeführt werden.

Neubeginn mit "Zukunft Stahl"

Im 2. Weltkrieg wurde die Hütte zu 65% zerstört. Fast 200.000 Granaten gingen auf das Werksgelände nieder. Die Folge waren monatelange Aufräumarbeiten und ein kompletter Neubeginn. Nach dem Krieg setzt die Dillinger Hütte weiter auf die Zukunft "Stahl": mit Weltneuheiten wie der ersten Brammenstranggießanlage 1961, der Inbetriebnahme des Grobblechwalzwerkes 1971 und des stärksten Walzgerüstes 1985. Jüngstes Beispiel ist die neue Brammenstranggießanlage 1998 für die dicksten Brammen der Welt.

Quelle: www.dillinger.de

Dillinger Hütte

Gelände der Dillinger Hütte

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Letzte Änderung am: 09.09.2010, 14.16 Uhr

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