Graffitikünstler Shao ist 27 Jahre jung und kommt aus Ladenburg in Baden-Württemberg. Seit 1996 ist er mit der Sprühdose aktiv, und auch beruflich hat er sich der Kunst verschrieben, da sich Shao in der Lehre zum Bühnenmaler und Plastiker befindet.
"Hisvencrew" wurde 1983 in Konstanz geboren. Nach sechs Jahren des Wände-Besprühens kam es bei ihm 2003 zu einer künstlerischen Neuorientierung - weg von Buchstaben hin zu Figürlichkeit und Narration, Street Art und Installationen im öffentlichen Raum. Vor zwei Jahren begann "Hi Sven" sein Studium der Bildenden Kunst. Zu seiner Arbeitsweise sagt der Künstler: "Meinen Arbeiten gilt es wohl noch anzufügen, dass sie auf allen Ebenen die Konventionen von Graffiti in Frage stellen. So male ich kaum Buchstaben, sondern eher Kompositionen mit originären Figuren. Figürlichkeit im Graffiti orientiert sich ansonsten meistens am herkömmlichen Comic oder es wird versucht realistisch oder gar fotorealistisch zu arbeiten. Meine Figuren zehren von Höhlenmalerei, von der frühen Gegenständlichkeit und von abstrakten Formen. Es geht mir darum, ein naives freundliches Wandbild zu finden; weg von den Härten und der Dunkelheit der gegenwärtigen Streetart und Graffitidarstellungen."
Der 27-jährige Spraykünstler "Paspa2" lebt in Mainz und ist bereits seit 1997 "sprühaktiv". Seit einem Graffiti-Projekt im senegalesischen Dakar studiert er Freie Kunst und Malerei in Mainz und trat der Künstlergruppe "Buits Crew" bei. Es folgten mehrere Ausstellungen, Musikvideos und Workshops. Ein Auslandssemester in Barcelona empfindet "Paspa2" als stilprägend. Und bevor er sich einem Herzenssache-Bus widmet, stellt er Werke in der Gruppenausstellung "Tauben im Bauch" am 15. Juli im Zollamt in Wiesbaden-Biebrich aus.
"Kream aka. Retro 23" ist 20 Jahre alt und studiert an der Hochschule für Bildende Künste in Saarbrücken Kommunikationsdesign. Seit 2006 ist er mit der Sprühdose aktiv und gestaltet Wandillustrationen, Werbung und Logodesigns - jeweils als Auftragsarbeiten. Seine bevorzugten Arbeitsbereiche sind Typografie, Illustrationen, großformatige Arbeiten auf Wänden - und natürlich ein Herzenssache-Bus!
"Raks" aus Saarbrücken ist 22 und studiert ebenfalls Kommunikationsdesign in Saarbrücken. Bereits 2003 machte er seine ersten Striche mit der Dose - dabei gestaltete er Wände in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Luxemburg. Neben des zweiten Preises beim Plakatwettbewerb der Zeitungs Marketing Gesellschaft in Frankfurt machte "Raks" durch Ausstellungen in St. Ingbert, Sulzbach und München auf sich aufmerksam.
"Ates" ist ein Graffiti-Künstler aus der Mainzer Umgebung. Seit 13 Jahren sprüht der Sozialpädagogik- und Geographiestudent Graffiti - darunter sind seit vier Jahren vermehrt Auftragsarbeiten und Workshops mit Jugendlichen. Wir sind gespannt, ob er auch auf dem Herzenssache-Bus wieder einen Ausflug in die stylishe Disco-Szene wagen wird.
Der Künstler "Vogelfrei123" aus Mainz ist Mitglied der Künstlergruppe "Buits Crew". Seinen Künstlernamen begründet er folgendermaßen: "Vögel und alle Lebewesen sollten idealerweise frei und von keinem anderen Lebewesen beherrscht leben. Und da ich nun mal oft die Sprühdose als Malwerkzeug verwende, wird meine Kunst von vielen nicht gern gesehen, zumal sie auch als ordnungsfeindlich verfolgt wird. So finden zwei Bedeutungen in meinem Namen zusammen."
Die 26-jährige Graffitikünstlerin "Meloko" stammt gebürtig aus Konstanz und lebt heute in Mainz. Ihre ersten Sprüharbeiten gestaltete sie 1999, seit 2006 studiert sie Bildende Kunst. Über ihre Graffitis sagt "Meloko": "In meiner Arbeit konzentriere ich mich auf die Darstellung von Personen ("Character"), Schriftzüge ("Styles") spielen dabei eine Nebenrolle. Die Figuren weichen von der im Graffiti üblichen Darstellung im Comic-Stil ab. Zwar verwende ich auch Techniken, die im Comic verwendet werden wie z.B. das Verzerren von Proportionen, jedoch setzte ich diese durch Neukombinierung mit fotorealistischen Elementen auf andere Art und Weise ein. Wichtigstes Element ist dabei der Gesichtsausdruck, der zentral die Darstellung der Figuren bestimmt. Als mein Markenzeichen tragen (fast) alle Figuren rote runde Bäckchen. Damit bediene ich mich einer Form, die einen hohen, im Graffiti typischen, Wiedererkennungseffekt garantiert. Damit reihe ich mich in die Tradition der Graffitikultur ein, indem ich Markierungen setze, die repräsentativ meinen Stil und damit meine Person vertreten."
RICK 131 kommt aus Mainz, ist 29 und sprüht seit 14 Jahren. Der Graffitikünstler ist Teil der Buits Crew, hält Workshops für Kinder und Jugendliche und studiert Soziale Arbeit. Im Graffitibereich liegt sein Fokus bis heute auf Buchstaben, jedoch erfreut sich RICK 131 seit einiger Zeit am Spiel von Formen und Farben - losgelöst von ihnen: "Die vielfältige kreative Nutzung sogenannter öffentlicher Räume liegt mir am Herzen und ich verfolge mit großem Interesse verschiedenste Ausdrucksformen in diesem Bereich."