aus der Sendung vom Samstag, 21.1. | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Zu Zeiten der Ritter und Minnesänger war die Pastinake ein bevorzugtes Gemüse. Durch ihren hohen Nährwert war sie sehr beliebt. Namen wie Speckmöhre, Dickmöhre oder Hammelmöhre führen noch auf diese Zeit zurück.
Durch die Einbürgerung der Kartoffel im 17. Jahrhundert, verlor die Pastinake mehr und mehr ihren Platz auf dem Speiseplan.
Die Pastinake wurde als Heilnahrung für schwächliche, gebrechliche und ausgezehrte Menschen empfohlen. Zu alter Zeit nannte man diesen Zustand Schwindsucht.
Mit all ihren Inhaltsstoffen wirkt die Pastinake Harn- und Galle treibend. Sie wurde eingesetzt bei Steinleiden und um den Magen zu stärken.
Die ganze Pflanze mit Blättern und den Samen soll die Lebenskraft fördern und die Säfte in Fluss bringen.
Sie ist also nicht nur eine Abwechslung für den Gaumen, sondern gesunde Lebenskraft und Heilnahrung.
REZEPT:
Pastinakensuppe
6 mittelgroße Pastinaken, 1 Zwiebel, 250 g Kartoffeln, Olivenöl, Kräutersalz, 125 ml süße Sahne, Knoblauch und Muskat.
Die geschabten Pastinaken mit den klein gewürfelten Kartoffeln und der klein geschnittenen Zwiebel, mit Kräutersalz in Olivenöl anbraten. Sahne, Knoblauch und Muskat dazugeben. Noch 5 Minuten dünsten lassen – fertig!
Diese Informationen unserer Kräuterfrau stammen zum größten Teil aus der Volks- und Naturheilkunde.
Es handelt sich in der Regel um überlieferte Rezepte und Erfahrungswerte und nicht immer um in wissenschaftlichen Studien der Schulmedizin erwiesene Wirkungen.
Immer wieder gibt und gab es erstaunliche Erfolge in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Phytotherapie, deshalb möchten wir Ihnen diese Informationen nicht vorenthalten.
Sie sollen aber keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung und Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt ihres Vertrauens dienen.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Für etwaige Probleme oder Schäden, die aufgrund der Anwendung unserer Rezepte und anderer Selbstbehandlung erfolgen, übernehmen wir natürlich keinerlei Haftung.
Jede Selbstbehandlung erfolgt auf eigene Gefahr.
Bitte beachten Sie, dass vor allem sehr wirksame Heilpflanzen immer ziemlich genau dosiert werden sollten. Durch Überdosierung kann sich das Gute durchaus zum Schlechten wandeln und die Inhaltsstoffe können unter Umständen sogar toxisch wirken.
Literatur-Tipp:
Letzte Änderung am: 09.12.2011, 23.15 Uhr