aus der Sendung vom Dienstag, 27.12.2011 | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Der Faulbaum ist ein heimisches Gewächs: ein 3-4 m, selten bis 7m hoher Strauch. Seine kleinen Blüten sind eine wunderbare Bienennahrung und seine Rinde ein Geschenk der Naturapotheke.
Seine Eigenheit: Er bringt von April bis in den Herbst immer neue kleine Blüten hervor.
Im Herbst sind auch seine kleinen Früchte in allen Reifegraden gleichzeitig zu sehen: von hellgrün über rot bis tiefschwarz
Seinen Namen bekam der Baum, da seine Rinde faulig riecht. Aber gerade diese Rinde ist ein Geschenk der Naturapotheke.
Sie ist ein gut wirkendes Abführmittel bei Verstopfung. Ihre Wirkstoffe sind sanft zu den Darmnerven und der Darmschleimhaut.
Faulbaumrinde eignet sich auch bei Leber-Galle-Stauungen. Ca. 6-10 Stunden nach Einnahme des Tees kommt es zum Stuhlgang.
Faulbaum sollte nicht angewandt werden bei Darmentzündungen, Darmverschluss, in der Schwangerschaft oder bei Kinder unter 12 Jahren.
Viele Menschen mit chronischer Verstopfung trinken zu wenig. Deshalb achten Sie bitte auf eine ausreichende Trinkmenge von 2-3 Liter pro Tag.
Die abgeschälte Rinde des Faulbaumes sollte vor Gebrauch mindestens 1 Jahr lagern.
REZEPT:
Tee aus Faulbaum-Rinde
1. Variante: 1 Teelöffel Rinde mit 0,4 Liter kaltem Wasser ca. 12 Stunden stehen lassen, abseihen, erwärmen und vor dem Schlafengehen trinken.
2. Variante: 1 Teelöffel Rinde mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Wie alle abführenden Mittel sollte auch die Faulbaumrinde nicht länger als 2 Wochen angewandt werden, da es sonst zu einer Gewöhnung kommen kann.
Diese Informationen unserer Kräuterfrau stammen zum größten Teil aus der Volks- und Naturheilkunde.
Es handelt sich in der Regel um überlieferte Rezepte und Erfahrungswerte und nicht immer um in wissenschaftlichen Studien der Schulmedizin erwiesene Wirkungen.
Immer wieder gibt und gab es erstaunliche Erfolge in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Phytotherapie, deshalb möchten wir Ihnen diese Informationen nicht vorenthalten.
Sie sollen aber keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung und Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt ihres Vertrauens dienen.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Für etwaige Probleme oder Schäden, die aufgrund der Anwendung unserer Rezepte und anderer Selbstbehandlung erfolgen, übernehmen wir natürlich keinerlei Haftung.
Jede Selbstbehandlung erfolgt auf eigene Gefahr.
Bitte beachten Sie, dass vor allem sehr wirksame Heilpflanzen immer ziemlich genau dosiert werden sollten. Durch Überdosierung kann sich das Gute durchaus zum Schlechten wandeln und die Inhaltsstoffe können unter Umständen sogar toxisch wirken.
Literatur-Tipp:
Letzte Änderung am: 18.11.2011, 23.16 Uhr