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Fernsehen im SWR

Kräuterfrau Christel Berweiler Rote Bete (Beta subsp. vulgaris var. conditiva)

aus der Sendung vom Samstag, 3.12.2011 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Wir kennen die rote Bete als herzhafte Beilage und Farbklecks auf dem Teller. Ihr Saft färbt einfach alles von Zartrosa über Pink bis zu Dunkelrot.




Die Rote Bete – oder auch Rande genannt – ist eine absolute Heilnahrung.

Zu alter Zeit wurde sie wegen ihrer roten Farbe als blutbildend bezeichnet. Und wie so oft, wussten unsere Altvorderen intuitiv um das Heil vieler Pflanzen.

Heute ist bewiesen, dass im Randensaft Wirkstoffe enthalten sind, die den roten Blutkörperchen helfen sich zu regenerieren und zu vermehren.

Der Saft wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und regt den Leber-Galle-Stoffwechsel an.

Der Schweizer Heilkundige Alfred Vogel empfahl den Saft zur Unterstützung bei Grippe, Blutdruckproblemen und bei Krebserkrankungen.

Da Rote Bete besonders viel Folsäure enthält ist sie besonders wertvoll für schwangere Frauen. Folsäure hilft, dass sich die embryonale Wirbelsäule richtig entwickelt.

Die Knolle verhindert die Übersäuerung des Körpergewebes und ist somit Heilnahrung für Gicht- und Rheumakranke.

Eine weitere Möglichkeit die Rande als Rohkost und lebendiges Nahrungsmittel zu essen, ist das Verfahren der Milchsäuregärung. Hierbei bleiben die Inhaltsstoffe erhalten, die Verdauung wird unterstützt und das eingelegte Gemüse ist gut 1 Jahr haltbar.



 

REZEPT: Eingelegte Rote Bete


1 kg rote Bete, fein gehackter Dill oder etwas Fenchelgrün, 1 in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel, 1 Teelöffel Senfkörner und 12 g Salz.

Die Rote Bete schälen und auf dem Gemüsehobel in Scheiben hobeln. Mit den Kräutern und Gewürzen mischen. Die ausgekochten Gläser zu ¾ füllen und verschließen.

Die Gläser vorsichtshalber in einen Eimer stellen, da die Gärung manchmal stürmisch wird.

Die Gläser sollten an einem dunklen Ort, bei Zimmertemperatur, stehen. Nach 3-5 Tagen steigen Bläschen auf und die Gärung beginnt.

Nun sollten die Gläser an einen kühlen Ort gestellt werden – aber nicht in den Kühlschrank.

Nach ca. 4 Wochen ist das Einmachgut genussreif. Mit jeder weiteren Woche verbessert sich der Geschmack.

Wichtiger Hinweis: Rote Bete bitte nur aus biologischem Anbau ohne Nitratdüngung verwenden!



Diese Informationen unserer Kräuterfrau stammen zum größten Teil aus der Volks- und Naturheilkunde.

Es handelt sich in der Regel um überlieferte Rezepte und Erfahrungswerte und nicht immer um in wissenschaftlichen Studien der Schulmedizin erwiesene Wirkungen.

Immer wieder gibt und gab es erstaunliche Erfolge in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Phytotherapie, deshalb möchten wir Ihnen diese Informationen nicht vorenthalten.

Sie sollen aber keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung und Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt ihres Vertrauens dienen. 

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.

Für etwaige Probleme oder Schäden, die aufgrund der Anwendung unserer Rezepte und anderer Selbstbehandlung erfolgen, übernehmen wir natürlich keinerlei Haftung.

Jede Selbstbehandlung erfolgt auf eigene Gefahr.

Bitte beachten Sie, dass vor allem sehr wirksame Heilpflanzen immer ziemlich genau dosiert werden sollten. Durch Überdosierung kann sich das Gute durchaus zum Schlechten wandeln und die Inhaltsstoffe können unter Umständen sogar toxisch wirken.

 


 

Literatur-Tipp:

Buch

Titel der Reihe:
Pastinaken & Co.
Von fast vergessenen und längst bekannten Gemüsesorten
Autor:
von Martina Tschirner
Verlag:
herausgegeben im Umschau Verlag
Genre:
Ratgeber
Preis:
9,90 €
Bestellnummer:
ISBN 978-3-86528-615-4

Letzte Änderung am: 21.10.2011, 23.32 Uhr

Themen der Sendung

Sendezeit

Dienstag von 18.15 bis 18.45 Uhr
im SWR Fernsehen Baden-Württemberg