aus der Sendung vom Dienstag, 4.10.2011 | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Das Mariengras ist in ganz Europa und Asien heimisch. Es wird bis zu 70 cm hoch und liebt feuchte Böden.
Das Heilige Gras (Hierochloe) war den europäischen Auerochsen geweiht. Das Sweet Gras ist die amerikanische Verwandte und wird seit Jahrtausenden von den Indianern für Zeremonien verwendet. Das Sweet Gras ist den Büffeln geweiht.
Der herrliche Duft des Mariengrases entfaltet sich durch seine Wirkstoffe im Trocknungsprozess, ähnlich wie Waldmeister. Seine Wirkung beim Räuchern ist vor allem beruhigend und entspannend. Es entfaltet seine herzöffnende und segnende Wirkung über das Einatmen. Die Europäer und die Indianer waren sicher, dass durch das Räuchern mit dem Gras „gute Geister“ angezogen werden.
REZEPT:
Räucherzopf aus Mariengras
Eine schöne Tradition ist es, aus dem Mariengras Zöpfe zu flechten. Dafür wird das Gras dicht über der Erde geschnitten. Ein Bund in der Stärke von ca. 5 cm Durchmesser ist ideal. Etwa 2 cm unterhalb der Schnittfläche wird das Gras mit einer Naturfaserschnur fest zusammengebunden. Im grünen Zustand, solange es noch weich und biegsam ist, wird ein Zopf geflochten. Das Ende des Zopfes wird wieder mit der Schnur zusammengebunden und schön gerade abgeschnitten. Anschließend zum Trocknen aufhängen.
Zum Räuchern wird der Zopf an einem Ende angezündet. Er fängt zu Glimmen an und verbreitet seinen Rauch.
!! Diese Informationen unserer Kräuterfrau stammen zum größten Teil aus der Volks- und Naturheilkunde. Es handelt sich in der Regel um überlieferte Rezepte und Erfahrungswerte und nicht immer um in wissenschaftlichen Studien der Schulmedizin erwiesene Wirkungen.
Immer wieder gibt und gab es erstaunliche Erfolge in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Phytotherapie, deshalb möchten wir Ihnen diese Informationen nicht vorenthalten.
Sie sollen aber keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung und Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt ihres Vertrauens dienen.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Für etwaige Probleme oder Schäden, die aufgrund der Anwendung unserer Rezepte und anderer Selbstbehandlung erfolgen, übernehmen wir natürlich keinerlei Haftung.
Jede Selbstbehandlung erfolgt auf eigene Gefahr.
!! Bitte beachten Sie, dass vor allem sehr wirksame Heilpflanzen immer ziemlich genau dosiert werden sollten. Durch Überdosierung kann sich das Gute durchaus zum Schlechten wandeln und die Inhaltsstoffe können unter Umständen sogar toxisch wirken.
Literatur-Tipp:
Letzte Änderung am: 03.10.2011, 18.11 Uhr