aus der Sendung vom Samstag, 10.9.2011 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Quecke ist nicht wirklich beliebt im Garten. Ganz im Gegenteil, sie raubt vielen Gärtnern den letzten Nerv, weil sie dieses unglaublich zähe und wuchsfreudige Gras einfach nicht loswerden.
Ihre Ausläufer durchwurzeln alles und sind dann kaum noch zu stoppen. Aus jedem winzigen, abgerissenen Stückchen, das im Boden verbleibt, entsteht eine neue Pflanze.
Besonders unangenehm ist, dass diese Ausläufer auch noch bis zu 80 cm tief in den Boden gehen.
Es bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, als diese Ausläufer und Wurzeln richtig tief auszugraben. Und das immer wieder und sehr gründlich.
Nehmen Sie für diese Arbeit nicht den Spaten. So teilen Sie die Pflanze nur in viele Stückchen. Sie müssen die meterlangen Wurzeln ganz vorsichtig mit dem Handspaten ausgraben.
Man kann die Erde dann auch noch einmal durchsieben, um sicher zu gehen, dass auch kleinste Wurzelstückchen entfernt worden sind.
Wichtig ist auch, dass weder Wurzelstücke noch andere Teile der Pflanze auf dem Kompost landen. Von dort aus könnte sich das hartnäckige Gewächs erst recht im ganzen Garten verteilen.
Wenn der Queckenbestand ganz unzugänglich ist, unter einer Hecke oder eine Staude zum Beispiel, und völlig durchwurzelt, dann kann man ausnahmsweise auch Unkrautvernichtungsmittel einsetzen. Das sollten Sie aber wirklich nur im Ausnahmefall und dann sehr gezielt tun.
Vorsichtig Blatt für Blatt einpinseln, beziehungsweise einsprühen. Das Gift dringt in die Quecke ein und zerstört sie in kurzer Zeit.
Vermeiden Sie dabei unbedingt, die anderen Pflanzen mit dem Unkrautvernichtungsmittel in Berührung zu bringen.
Und tragen Sie bei der Arbeit Einmal-Handschuhe.
Achtung!
Unkrautvernichtungsmittel sollten nur eingesetzt werden, wenn es wirklich nicht mehr anders geht!
Und: Sehr viel schneller geht das Gepinsel oft auch nicht, als das Graben...
Der Literatur-Tipp:
Mehr ungeliebte Kräuter und Tipps für den gezielten Kampf im Garten finden Sie in dem Buch:
Mehr über die Quecke und andere Gräser finden Sie in dem Buch:
Letzte Änderung am: 22.09.2010, 16.20 Uhr