aus der Sendung vom Samstag, 6.8.2011 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Dem bekannten Rosenzüchter David Austin gelang es in den 60er Jahren, die besten Eigenschaften Alter und Moderner Rosen zu vereinen, vor allem den Charme und Duft alter Sorten und die robuste Kraft und wiederholte Blüte modernerer Züchtungen.
Das Ergebnis ist eine große Vielfalt an wunderschönen, nostalgisch wirkenden Rosen. Blühfreudige und widerstandsfähige Sorten, die man seitdem als „Englische Rosen“ bezeichnet und die sogar - und das ist auch ihr Markenzeichen - herrlich duften.
Manche Sorten allerdings haben den Ruf, nur für das britische Klima wirklich geeignet zu sein.
Welche Sorten sich auch bei uns für welche Gartensituation eignen, sollten Sie beim Kauf deshalb unbedingt erfragen.
Nachfolgend aber schon mal ein paar Sorten, die die Experten von Grünzeug empfehlen – nach Farben geordnet:
Zu den robusten, rosafarbenen Sorten gehören: ‚Gertrude Jekyll’‚ ‚Mary Rose’, ‚Heritage’, ’The Mayflower’ und ‚Constance Spry’,. Ganz besonders schön ins Apricot hinein blüht „Abraham Darby“.
Eine gelbe, auch bei uns sehr robuste Schönheit ist ‚Graham Thomas’, Zu den gelb-orangefarbenen gehören auch ‚Golden Celebration’ oder ‚Charlotte’.
Zu den roten und purpurnen Empfehlenswerten gehören die Sorten ‚Wenlock’ ‚ William Shakespeare’ und ‚The Prince’.
Englische Rosen haben die gleichen Ansprüche wie allen anderen Rosen auch: Sie brauchen einen schönen, luftigen Standort mit mindestens fünf Stunden Sonne am Tag und einen lehmigen, tiefgründigen und nahrhaften Boden. Und sie mögen absolut keinen Torf.
Am besten pflanzt man sie im Frühjahr oder Herbst. Aber im Container, wenn die Rosen gut durchwurzelt sind, kann man sie zu fast jeder frostfreien Zeit im Jahr pflanzen.
Wichtig ist auch ein tiefes Pflanz-Loch. Wobei die Veredlungsstelle - wie immer – knapp unter dem Boden liegen sein sollte.
Am besten man setzt die Rose genau so, wie sie vorher im Topf stand. Die Pflanzen sollten – je nach späterer Größe - so im Abstand von etwa 50 cm zueinander gepflanzt werden.
Zum Schluss die Erde etwas andrücken, damit die Pflanze Bodenschluss bekommt, und kräftig angießen. Düngen müssen Sie nach der Pflanzung nicht. Die Pflanzen aus dem Container sind in der Regel erst mal gut versorgt.
Da Rosen manchmal recht anfällig sind gegen Pilzkrankheiten, empfiehlt sich aber ein natürliches Stärkungsmittel, wie Schachtelhalm-Brühe.
Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure stärkt die Zellen der Rosen.
Man kann sie fertig kaufen oder ganz leicht selbst herstellen: 1 kg Schachtelhalm in 10 Liter Wasser über Nacht stehen lassen, abkochen und abseihen. Mit dieser dann klaren Brühe die Pflanzen großzügig einsprühen. Sechs bis sieben Mal pro Saison anwenden.
Auch bei Englischen Rosen gilt die Regel, eher in Gruppen einer Sorte pflanzen als lauter unterschiedliche, einzelne durcheinander setzen.
Rosen treiben zwar auch von selbst immer wieder von unten durch, aber um den Austrieb zu stärken, kann man Verblühtes bis zum nächsten kräftigen Austrieb zurückschneiden. So regt man die Pflanzen auch zu einer kräftigeren, zweiten Blüte an.
Der Literatur-Tipp:
Viele wunderbare Englische und andere schöne Rosen, sowie Pflege- und Standort-Tipps finden Sie in dem Buch:
Letzte Änderung am: 08.05.2010, 00.39 Uhr