aus Grünzeug vom Samstag, 25.6.2011 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Viele Grünzeug-Zuschauer sind unserer Einladung gefolgt und haben sich um einen „Grünzeug-Besuch vom Volker Kugel mit Rat und Tat“ in ihrem Garten beworben.
Die Resonanz auf unsere Aktion "Kugel kommt!" war überwältigend.
Da Volker Kugel verständlicher Weise nicht alle Gärten besuchen kann, mussten wir eine Auswahl treffen. Diese ist uns bei der riesigen Anzahl von guten Bewerbungen nicht leicht gefallen.
Bewusst haben wir uns nicht unbedingt für die schönsten Gärten entschieden, sondern versucht, einen repräsentativen Querschnitt auszusuchen, mit Aspekten oder Fragen, die für alle Gartenbesitzer und Grünzeug-Zuschauer interessant sein könnten.
Dieses Mal hat Volker Kugel mit seinem schönen Blumen-Auto den wunderschönen Garten der Familie Notz besucht.
Der etwa 19 a große Garten am Fuße der Schwäbischen Alb wird schon seit 35 Jahren von der ganzen Familie gepflegt.
Zwischen schönen, alten Gehölzen, einem zauberhaftem Teich und einem Nutzgarten mit viel gesundem Obst und Gemüse, sind es vor allem die herrlichen Pfingstrosen mit ihrer ungewöhnlich üppigen Pracht und ein ganz besonderer Staudengarten.
Frau Notz hat sich bei der Anlage dieses ungewöhnlich schönen Staudengartens von dem Gartengestalter Piet Oudolf inspirieren lassen, der seit Jahren mit seinen beeindruckenden Stauden- und Gräser-Gärten von sich reden macht.
Naturnahe Kompositionen, in denen vor allem die verschiedenen Pflanzen-Gestalten und -Formen im Vordergrund stehen.
Ähnlich wie Karl Foerster legt Oudolf mit gezielter Pflanzenauswahl und sorgfältiger Planung, die auch Lichtwirkungen und jahreszeitlich bedingte Stimmungen berücksichtigt, großen Wert darauf, dass Pflanzungen zu jeder Tages- und Jahreszeit ein Natur-Erlebnis bieten.
Aber auch in einem scheinbar perfekten Paradies gibt es das eine oder andere Problem, das sich trotz viel Liebe und Erfahrung nicht so einfach lösen lässt.
Während die alten Eiben jedes Jahr mit ihrer Pracht begeistern, haben die jüngeren Eiben seit einiger Zeit braune Nadelspitzen. Frau Notz wollte wissen, woran das liegt und was sie dagegen tun kann.
Herr Kugel hat sich die Eiben näher angeschaut. Da er oberflächlich keine Ursache entdecken konnte, empfahl er, die Eiben auszubuddeln und den Wurzelballen zu begutachten.
An diesem Punkt war das Problem auch – im wahrsten Sinne des Wortes – begraben. Die Eiben standen einfach zu tief in der Erde.
Herr Kugel empfiehlt, Ballentücher immer nur im oberen Bereich zu öffnen und insgesamt etwas zu lösen, so dass der Stamm nicht eingeengt wird, der Wurzelballen aber recht kompakt bleibt.
So lassen sich die Pflanzen bei Bedarf auch viel einfacher wieder ausbuddeln und gegebenenfalls umsetzen. Am Boden sollte eine Pflanze nie tiefer gepflanzt werden, als sie beim Gärtner stand.
Wir möchten uns hier nochmals bei allen Zuschauern für Ihr Interesse bedanken und bitten um Ihr Verständnis, dass wir nicht alle Gärten besuchen konnten.
Wir hoffen aber, dass Sie die eine oder andere Anregung auch für Ihren Garten nutzen können.
Der Literatur-Tipp:
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Letzte Änderung am: 17.04.2010, 00.23 Uhr