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Fernsehen im SWR

Nutzgarten Eigenes Gemüse - Für Leib und Seele

aus Grünzeug vom Samstag, 25.6.2011 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Gemüse aus dem eigenen Garten ist besonders gesund. Man kann auf Chemie vollkommen verzichten. Außerdem gehen auf dem kurzen Weg in Topf und Schüssel keine wertvollen Inhaltstoffe verloren.

Besonders für Kinder ist es eine schöne Erfahrung, mit allen Sinnen zu erleben, wie Radieschen, Möhren, Tomaten und Co. wachsen. 

Und auch Gärtner mit wenig Platz müssen nicht auf die eigene Ernte verzichten. Denn es gibt auch Gemüse für Topf und Kübel - zum Naschen. 



Vor allem im Topf muss man natürlich darauf achten, dass nur zusammen kommt, was auch zusammen gehört. 

Das heißt, dass nur Gemüse zusammen eingetopft werden sollte, das zueinander passt, das heißt, ähnliche Standort- und Bodenansprüche hat, ohne sich dabei die Nährstoffe streitig zu machen. 

Zu den Lieblings-Gemüse-Pflanzen hierzulande gehören Tomaten. Sie schmecken frisch gepflückt einfach unvergleichlich - und das in unendlich vielen köstlichen Sorten. 

Man teilt sie in der Regel nach der Form ihrer Früchte ein, wie die Pflaumentomate. Sie entwickelt Früchte in Pflaumenform. Eine empfehlenswerte Sorte trägt den schönen Phantasienamen ‚Sunstream’. 

Sehen die Tomatenfrüchte aus wie ein Ei, handelt es sich wahrscheinlich um eine Eiertomate. Auch gestreifte Tomaten gibt es. Sie heißen allerdings nicht Streifen-Tomaten, sondern Zebratomaten. 

Eine sehr gute Sorte heißt heißt ‚Zebrino’. Ebenso köstlich und attraktiv ist das Ochsenherz, das tatsächlich an die Form eines kräftigen Herzens erinnert. 

Tomaten sind etwas heikel. Was sie gar nicht mögen, ist Wasser von oben. Das ist die Hauptursache für eine Pilzerkrankung, die Braunfäule. 

Deshalb setzt man sie zum Beispiel in Kübel und rückt diese ganz nah ans Haus. Dann sind sie durch das Dach vor Regen geschützt. Gegen Wasser von oben hilft auch eine so genannte Tomatenhaube. Sie ist allerdings weniger attraktiv.

Grundsätzlich zu empfehlen sind natürlich auch braunfäule-resistentere Sorten. In jedem Fall sollte man immer so viel wie möglich vorbeugend tun und den Pflanzen optimale Bedingungen gönnen. 

Also sollte man ihnen auch ein Plätzchen suchen, an dem sie viel Wärme und Sonne bekommen. 

Zum Erröten allerdings ist nur Wärme nötig. Rot werden sie sogar in einer dunklen Schublade. Nehmen Sie die letzten Tomaten deshalb im Herbst ab. Sie können dann im Haus nachreifen. 

Darüber hinaus sollte man Tomaten-Pflanzen ausgeizen, das heißt die Seitentriebe entfernen, damit man nur einen Mitteltrieb erhält. 

Neben den Tomaten sind auch viele andere Gemüse-Arten Nachtschattengewächse: Kartoffeln zum Beispiel, Paprika mit der ganzen Verwandtschaft und eine andere Sonnenanbeterin, die Aubergine. Eine hübsche, gestreifte Sorte heißt ‚Angela’.

Aber auch bei ihr - wie bei allen Nachtschattengewächsen - gilt: Finger weg von den grünen Pflanzenteilen. Die sollte man nicht verzehren! 

Die grünen Pflanzenteile und unreifen Früchte enthalten das giftige Solanin. In modernen Gemüsesorten ist allerdings nur noch relativ wenig von diesem toxischen Stoff enthalten. 

Man müsste schon etwa 2,5 kg rohe Kartoffeln essen, um die Dosis von 200mg, die zu Vergiftungserscheinungen führen würde, zu sich zu nehmen. Aber Vorsicht ist auch hier unbedingt geraten. 

Nachtschattengewächse wachsen schnell und brauchen dementsprechend viele Nährstoffe. Sie müssen also regelmäßig und reichlich gedüngt werden. 

Dabei sollte man vor allem kaliumbetont düngen. Nur Kalium nämlich fördert Blüten- und Frucht-Bildung und die  Fruchtreife.

Auf der Packung ist in der Regel angegeben, wie viel Kalium beziehungsweise Stickstoff der Dünger enthält.

Immer wieder wird auch Brennnesseljauche zur ganz natürlichen Düngung empfohlen. Das ist in der Tat ein exzellenter Dünger.

Er düngt allerdings sehr stickstoffbetont, sorgt also lediglich für kräftiges, sattes Grün.

Stickstoff nämlich fördert die Blattmasse.

Brennnesseljauche ist ganz einfach herzustellen: Brennnesseln in ein Gefäß schneiden, am besten Regenwasser drauf gießen. Nicht ganz voll, weil es ja noch anfängt zu gären.

Offen – je nach Wetter - etwa zwei Wochen in die Sonne stellen und dann, wenn die Brühe braun ist, 1:10 verdünnen und damit wöchentlich gießen. Der Geruch von Brennnesseljauche ist allerdings relativ streng.

Zum Abschluss noch einen guten Trick zum Wassersparen: Einfach den Boden aus einen Kunststoff-Topf raus schneiden oder ein Stück Plastikrohr nehmen und schräg Richtung Wurzel einbuddeln.

Dann direkt in die Öffnung gießen. So fließt das Wasser sofort dahin, wo es auch gebraucht wird – direkt an die Wurzel - und das Wasser versickert nicht ungenutzt.


 

Der Literatur-Tipp:

Mehr zum Anbau von Obst und Gemüse im Garten finden Sie in dem Buch:


Buch

Titel der Reihe:
„Selbst versorgt – Gemüse, Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten“ in der Reihe: Stocker Praxisbuch
Autor:
von Heide Hasskerl
Verlag:
herausgegeben im Leopold Stocker Verlag, 2010
Genre:
Ratgeber
Bestellnummer:
ISBN 3-7020-1263-2

Buch

Titel der Reihe:
„Frisch aus dem Garten in die Küche“
Autor:
von Susanne Nüsslein-Müller
Verlag:
herausgegeben im blv Verlag, 2010
Genre:
Ratgeber
Preis:
16,95 €
Bestellnummer:
ISBN 3-8354-0493-9


Mehr Geschmack auf Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten bekommen Sie bestimmt nach der Lektüre von folgendem Buch:


Buch

Titel der Reihe:
„Obst & Gemüse – Küchenklassiker und mehr“
Autor:
von Leanne Kitchen
Verlag:
herausgegeben im Dorling Kindersley Verlag, 2010
Genre:
Ratgeber
Preis:
19,95 €
Bestellnummer:
ISBN 3-8310-1585-6

Buch

Titel der Reihe:
„frisch + schnell“
Autor:
von Michele Cranston
Verlag:
herausgegeben im Christian Verlag, 2010
Genre:
Ratgeber
Preis:
22,95 €
Bestellnummer:
ISBN 3-88472-974-8

Letzte Änderung am: 17.04.2010, 00.23 Uhr

Sendezeit

Dienstag von 18.15 bis 18.45 Uhr
im SWR Fernsehen Baden-Württemberg

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