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Archivradio Echtzeit

Das Konzept: Radiodokumente aus 60 Jahren

Erleben Sie im "Echtzeit"-Archivradio die Gründung von BRD und DDR 1949 nach, begleiten Sie den DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn ins All, oder werden Sie noch einmal Zeuge des Mauerfalls 1989. Bewegende Originaltöne aus 60 deutschen Jahren.

Die deutsche Geschichte der vergangenen 60 Jahre in Ost und West steht im Mittelpunkt der "Echtzeit". Dabei werden die wichtigsten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Ereignisse auf eine informative und unterhaltsame Art und Weise in Szene gesetzt. Die redaktionelle Verantwortung für diese Senderreihe liegt beim Südwestrundfunk (SWR), dem Hessischen Rundfunk (hr) und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Aus rechtlichen Gründen können diese historischen Originaltöne nicht zum Download angeboten werden. Sie werden rundfunkähnlich über den Archivradio-Webchannel ausgestrahlt.


"Keine Schnipsel, sondern längere Ausschnitte"
„Wir setzen den Hörerinnen und Hörern nicht die weitläufig bekannten O-Ton-Schnipsel vor, sondern präsentieren die historischen Dokumente in größeren Einheiten und senden längere Ausschnitte", betont der Verantwortliche dieser Sendestrecke, Hans Sarkowicz vom hr. Pro Sendung werden nicht mehr als drei Dokumente zu hören sein. "Das hat natürlich eine viel authentischere Kraft, das Gesagte ist nuancenreicher, und der Hörer spürt viel besser den Zeitgeist und das, was den Sprecher bewegt hat", so Sarkowicz.


Deutsche Geschichte vom Arbeiteraufstand bis zur Partnerwahl
Bis auf die Jahre 1949 und 1989, denen je zwei Abende vorbehalten sind, widmet sich jede Sendung einem Jahr. Beginnend mit der Gründung von Bundesrepublik und DDR im Jahr 1949 sind noch einmal bewegende, wichtige und politisch brisante Debatten, Interviews, Essays und Reportagen aus 60 deutschen Jahren – allesamt aus den umfangreichen Archiven der ARD – zu hören.


Der Arbeiteraufstand in der DDR 1953, der Terroranschlag auf das Olympische Dorf 1972 in München oder der Rücktritt von Willy Brand 1974 stehen genauso im Mittelpunkt der "Echtzeit" wie das legendäre Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Ungarn 1954 oder der erste Deutsche im All – der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn – 1978. Ereignisse, die nicht nur die deutsch-deutsche Welt bestimmt und verändert haben.


Doch auch die Gedanken einfacher Bürger zu ihrem ganz persönlichen Alltag, ihren Problemen und den Herausforderungen der damaligen Zeit sind ein besonderer "Hinhörer". Dazu zählen für Sarkowicz vor allem eine Diskussion über Gleichberechtigung aus dem Jahr 1953 und eine Umfrage unter Mädchen und Jungen Mitte der 60er Jahre, die ihren Traumpartner beschreiben.

Enge Zusammenarbeit mit Landesfunkhäusern
"Wir haben bei der Vorbereitung sowohl das Deutsche Rundfunkarchiv in Berlin genutzt als auch die Archive der einzelnen Landesrundfunkanstalten", erklärt Hans Sarkowicz. Das Deutsche Rundfunkarchiv bewahrt Aufnahmen in der Regel bis 1945 und die Aufnahmen aus der ehemaligen DDR auf. Alle anderen Dokumente werden am Ort des Geschehens archiviert und sind demzufolge bei den jeweiligen Landesfunkhäusern der ARD zu finden.

"Eine enge Zusammenarbeit mit den Archiv-Mitarbeitern in den Funkhäusern war unerlässlich", betont Sarkowicz. Die teilweise immens aufwändige Recherche sei nur in enger Zusammenarbeit mit Archivaren der verschiedenen Landesfunkhäuser möglich
gewesen.


Letzte Änderung am: 08.07.2009, 17.30 Uhr

Bildcollage Planet Wissen/ Planet Schule

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