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SENDETERMIN Do, 28.1.2016 | 2:30 Uhr | SWR Fernsehen

Die Geschichte des Südwestens Wie wir Krieg und NS-Herrschaft erlebten

Auch im Südwesten gewinnen die Nationalsozialisten ab den späten 1920er Jahren an Zulauf. Als sie 1933 an die Macht kommen, beeindrucken sie mit Prestige-Projekten wie dem Bau der Autobahn von Frankfurt nach Heidelberg. Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich im Jahr 1935. Gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Andersdenkenden, politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma protestieren nur wenige ...

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Die Geschichte des Südwestens

Die NS-Zeit im Südwesten

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Provokation in Richtung Frankreich: der Reichsadler am Deutschen Weintor. Das Hakenkreuz in seinen Fängen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg herausgeschlagen.

Provokation in Richtung Frankreich: der Reichsadler am Deutschen Weintor. Das Hakenkreuz in seinen Fängen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg herausgeschlagen.

Das Deutsche Weintor, Wahrzeichen der Pfalz am Anfang der Deutschen Weinstraße. Errichtet wurde es 1935/36 unter dem nationalzsozialistischen Gauleiter Josef Bürckel.

Als Gauleiter der Rheinpfalz gilt Josef Bürckel (Thomas Bastkowski) als umgänglich und beliebt beim Volk. (mit Helga Reichert als Hilda Bürckel)

Zum Gauleiter der Saarpfalz aufgestiegen, lässt Josef Bürckel (Thomas Bastkowski) gemeinsam mit Gauleiter Wagner aus Baden über 6500 Juden in das Lager Gurs deportieren.

Die jüdische Kinderärztin Johanna Geissmar (Tine Kiefl, l.) muss 1933 ihre Praxis in Heidelberg schließen.

Weil sie Jüdin ist, wird die Kinderärztin Johanna Geissmar (Tine Kiefl) aus Heidelberg im Oktober 1940 in das südfranzösische Lager Gurs deportiert.

Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Hier werden ab 1940 vom nationalsozialistischen Regime systematisch behinderte Menschen ermordet.

Bischof Johannes Baptista Sproll (Günter Clemens) ist entsetzt: das Reichskonkordat verordnet die Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Nationalsozialisten in Deutschland.

Weil Bischoff Sproll (Günter Clemens) sein Bischofsamt 1938 praktisch nicht mehr ausüben darf, nimmt er über einen Mittelsmann Einfluss, den Generalvikar Max Kottmann (Dieter Rupp (r.).

Zeugen aus Beton: Überreste einer Panzersperre aus dem Zweiten Weltkrieg an der Grenze zu Frankreich. Sie gehörte zum Westwall, der von Kleve bis Basel reichte.

Die Überreste der Brücke von Remagen erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Über diese Brücke gelang amerikanischen Truppen der Übergang über den Rhein.


Joseph Bürckel (Thomas Bastkowski)

Joseph Bürckel (Thomas Bastkowski)

Josef Bürckel

Der Pfälzer Josef Bürckel ist NSDAP-Anhänger der ersten Stunde und hoher NS-Funktionär. Er ist beteiligt an der "Rückgliederung" des Saarlandes und an der "Wiedervereinigung Österreichs" mit dem Deutschen Reich. 1940 initiiert er zusammen mit dem badischen Gauleiter Robert Wagner die Deportation von Juden aus dem Elsass, Lothringen, Baden und der Pfalz nach Gurs.


Johannes Baptista Sproll (Günter Clemens)

Johannes Baptista Sproll (Günter Clemens)

Bischof Johannes Baptista Sproll

Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Johannes Baptista Sproll ist Gegner des NS-Regimes und wendet sich engagiert gegen Hitlers Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik. Er wird verfolgt und muss seine Diözese verlassen.



Johanna Geissmar (Tine Kiefl)

Johanna Geissmar (Tine Kiefl)

Johanna Geissmar

Johanna Geissmar ist Kinderärztin in Heidelberg. Weil sie Jüdin ist wird ihr die Kassenzulassung entzogen. Sie muss ihre Praxis schließen. 1940 wird sie in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Dort kümmert sie sich aufopfernd um die Kranken und bekommt den Beinamen "Engel von Gurs". 1942 wird sie in Auschwitz ermordet.

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