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SENDETERMIN Sa, 8.9.2012 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Dokudrama Deutschland 2012 Konrad Adenauer - Stunden der Entscheidung

13. August 1961. Beunruhigende Nachrichten erreichen den Bundeskanzler Konrad Adenauer in den frühen Morgenstunden: An der Grenze zum sowjetisch besetzten Ostsektor in Berlin wird Stacheldraht ausgerollt. Noch ahnt keiner, was das zu bedeuten hat, doch Adenauer weiß, dass er handeln muss. Alle erwarten, dass er nach Berlin fährt – doch wäre das richtig?

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1:28:59 h | Sa, 8.9.2012 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

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Doku-Drama

Konrad Adenauer - Stunden der Entscheidung

Er kam aus der Zeit Bismarcks und hörte noch die Beatles. Wer war dieser Mann, der das Nachkriegsdeutschland geprägt hat wie kein anderer?

Aufstieg und Krise

Konrad Adenauer musste in seinem langen politischen Leben viele einsame Entscheidungen fällen, doch diese ist vielleicht die folgenschwerste. Wer war dieser Mann, der das Nachkriegsdeutschland geprägt hat wie kein anderer? Der Film begleitet ihn von seiner Zeit als Oberbürgermeister der Stadt Köln über den Tiefpunkt während der Zeit des Nationalsozialismus. Ihn erlebt Adenauer schon in einem Alter, das den Rückzug gerechtfertigt hätte, doch er engagiert sich in der CDU, steigt zur prägenden politischen Figur der europäischen Nachkriegszeit auf.

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"Konrad Adenauer" - Bilder aus dem Film

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Das Original: Konrad Adenauer 1951.

Das Original: Konrad Adenauer 1951.

Joachim Bißmeier in der Rolle des Konrad Adenauer.

Adenauer, der Erfinder: Konrad Adenauer (Joachim Bißmeier) diktiert seiner Frau Gussi (Carolina Vera) die Patentanmeldung für das "Stopfei mit Innenbeleuchtung".

Adenauer, der Familienvater: Adenauer (Joachim Bißmeier) und Tochter Libet (Ina Wagner) in Rhöndorf.

Er kann ihn nicht leiden, aber er braucht ihn zur Durchsetzung der Wiederbewaffnung: Konrad Adenauer (Joachim Bißmeier) mit Franz Josef Strauß (Bernhard Ulrich).

Ringen um die 4. Amtszeit: CDU und FDP wollen 1961 einen neuen Kanzler, aber Adenauer (Joachim Bißmeier, Mitte) weigert sich, das Amt abzugeben.

Ist er mit seiner Politik gescheitert? (Joachim Bißmeier als Konrad Adenauer)

Wandel der politischen Leitbilder

Für seine Politik sucht er sich Mitkämpfer – in der Bundesrepublik, aber auch in den USA und in Frankreich. Er muss wichtige Schlachten im Inneren schlagen, Wahlkämpfe erfolgreich führen, die Aufrüstung gegen großen Widerstand durchsetzen und die Mehrheiten für seine Ziele schaffen. Der Bau der Mauer 1961 ist Höhepunkt und zugleich Wendepunkt von Adenauers Macht. Er muss einsehen, dass seine Politik der Stärke gegenüber dem Osten die politische Einheit nicht erzwingen kann. Nicht er, sondern Kennedy, der moderne, um Verständigung bemühte Politiker wird die neue westdeutsche Leitfigur.

ARD/SWR KONRAD ADENAUER, "Stunden der Entscheidung", Dokudrama Deutschland 2012

Konrad Adenauer (Joachim Bißmeier) und seine Frau Gussi (Carolina Vera).

Die private Seite

"Konrad Adenauer – Stunden der Entscheidung" zeigt den Kanzler nicht nur als politischen Kämpfer, er lässt den Zuschauer auch den privaten Adenauer erleben, den Patriarchen, der die bürgerlichen Ideale des 19. Jahrhunderts verkörpert: Disziplin, Fleiß, Ordnung, Sparsamkeit. Er zeigt den ""Rheinländer" Adenauer, schlagfertig, humorvoll, gelassen. Und er zeigt den "Fuchs", der Menschenkenntnis und Erfahrung gewinnbringend für seine Ziele einsetzt. Erst in den 1960er Jahren kommt dieser Politiker "alten Schlages" immer mehr in Konkurrenz zum "American way of life", was ihn zunehmend zur "unzeitgemäßen" Persönlichkeit macht.

Umsetzung und Produktion

Grimme-Preis-Träger Werner Biermann hat das Drehbuch zu diesem Dokudrama geschrieben. Etwa 60 Prozent des Films sind Spielszenen. Ergänzt durch Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und Historikern und Neudrehs an wichtigen Schauplätzen seines Lebens erzählt der Film bewegende und bezeichnende Geschichten, die dem Publikum einen ganz direkten Zugang zur Person Adenauer eröffnen.

Regie: Stefan Schneider, Produktion: Gruppe 5 Filmproduktion GmbH Producer: Christian Feyerabend, Produzent: Uwe Kersken 
Redaktion: Walter Sucher, Gerolf Karwath, Imogen Nabel (SWR), Beate Schlanstein (WDR), Peter Gottschalk (ARTE)

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