Sendung vom Dienstag, 25.1.2011 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Ländlich, bäuerlich und ein beliebtes Ausflugsziel. Das ist der Linzgau, das Hinterland des Bodensees. Daniel Höfler, 28 Jahre alt, will da nie wieder weg. Er ist im Linzgau großgeworden, hat in Freiburg studiert und baut heute, in einem kleinen Weiler, sein Häuschen. "Hier isch doch schee!", lacht er, und packt seine Sporttasche. Er kämpft in der 1. Mannschaft des Linzgauer Ringervereins. Ringen hat Tradition im Linzgau. Auf seiner Fahrt in die Sporthalle sieht er den Bodensee im Tal glitzern.
Am südlichen Rand des Linzgaus liegt der Bodensee, am nördlichen verläuft die europäische Wasserscheide, im Zentrum stehen das ehemalige Kloster Salem, das Schloss Heiligenberg, Burg und Schloss sowie die Altstadt von Meersburg, die Wallfahrtskirche Birnau und die ehemalige Reichsstadt Überlingen.
Florian Gulde kennt alle die Bezirke ganz genau, denn er zieht mit seinen tausend Schafen das ganze Jahr über durch den Ferienlandstrich. Er ist 37 Jahre, ein waschechter Linzgauer, und hat seinen Beruf der ländlichen Idylle zu verdanken. Denn als sein Vater nicht so recht wusste, was er mit dem alten Bauernhof bei Salem anfangen soll, hat der junge Gulde sich zum Schäfer ausbilden lassen. Er betreibt heute eine angesehene Schäferei. Professionell beliefert er die Gasthäuser des Linzgaus und die Metzgereien.
Die Linzgau-Touristiker nennen ihr Paradies gerne Genussregion. Eine neue Generation von Obstbauern, Winzern und Köchen führen die genusshandwerkliche Kunst ihrer Eltern fort. Die Touristen schätzen den unverfälschten, natürlichen Geschmack in vielen Dorfgasthäusern und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten zwischen dem Bodenseeufer und den Höhen, bis hinauf zum über 800 Meter liegenden Hausberg Höchsten. Im Winter läuft hier oben der Skilift, unten in den Bodensee-Thermen bullert die Sauna. Ein Grund, warum die Höflers und Guldes hier nie mal weg wollen.
Letzte Änderung am: 17.12.2010, 23.27 Uhr