Sendung vom Dienstag, 1.12.2009 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Das malerische Grenzflüsschen Our - zwischen Belgien, Luxemburg und der Eifel - steht im Dreiländereck heute für Verbindendes. Ob grenzübergreifende Feste, "Nat'Our-Touren", kulturelle Angebote oder "Gastrot'Ouren": Ein Besuch bei den "Our-Menschen" zeigt, dass die Bewohner der Region zwischen Eifel und Ardennen - die sie Islek, Eislek oder Oesling nennen - heute wieder viel Gemeinsames haben. Vor 200 Jahren noch hatten sie eine gemeinsame Sprache und Kultur, doch dann fiel die Geschichte über sie her und zog Grenzen, wo keine hingehörten.
Pendler und Grenzgänger wohnen in der Eifel, arbeiten in Luxemburg und kaufen im belgischen St. Vith ihre Möbel. Die offenen Grenzen sind ein Gewinn für alle Seiten. Das gilt ebenso, wenn belgische und luxemburgische Bauern sich genossenschaftlich bei der MUH, der Milchunion Hocheifel, zusammen tun. Auf Höfen in allen drei Ländern erleben Kinder beim "Lernen auf dem Bauernhof", dass Milch nicht in der Tüte wächst.
Die vielseitige und reizvolle Mittelgebirgslandschaft zwischen St. Vith in Belgien, Clervaux in Luxemburg und Prüm in der Eifel geizt auf den Höhen nicht mit rauem Charme und begeistert in den stillen Tälern entlang der Our mit ursprünglichen, sanften Flussverläufen. Nahe dem Hohem Venn in den Ardennen und der Schneifel auf Eifler Seite bietet diese Region herausragende Naturerlebnisse. Imposante Schlösser, Burgen und Abteien erinnern daran, dass Adel und Klerus lange "grenzübergreifend" gelebt haben..
Letzte Änderung am: 25.11.2009, 13.07 Uhr