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Unbedingt zu empfehlen ist eine Fahrt mit der „Princesse Marie-Astrid“ von Wasserbillig oder Grevenmacher nach Schengen und zurück (auch Bustransfer zurück an den Ausgangspunkt). 2010 wird ein neues Schiff gleichen Namens auf der Mosel kreuzen. Die Saison beginnt am Ostersonntag. Bis Anfang Juni fährt das Schiff nur Sonn- und Feiertags, danach bis Mitte September auch Di, Do u. Fr. nach Schengen, Di auch weiter nach Sierck-les-Bains in Lothringen. Außerdem Sonderfahrten mit Bands an Bord oder kulinarischen Highlights. Aber auch an „gewöhnlichen“ Fahrtagen wird feines Essen an Bord serviert, dazu die trocken-fruchtigen Mosel-Weine und Cremants. Die Freitagstour ist eine spezielle „Schlemmerfahrt“ mit mehrgängigem Menü (ab Grevenmacher und zurück, ohne Zwischenstopps). Auskunft und Buchung bei „Entente Touristique de la Moselle“.
Auf dem Landweg verläuft parallel zur Mosel die Luxemburger Weinstraße, die man (auf einem extra Radweg) auch gut und bequem per Fahrrad abradeln kann. Unterwegs empfiehlt sich ein Besuch des Schmetterlingsgartens in Grevenmacher, der von der Wein- und Sektkellerei Bernard-Massard betrieben wird (kann auch besichtigt werden).
Jardin de Papillons (Schmetterlingsgarten)
route de Treves
April-Mitte Okt. täglich 9.30 bis 17 Uhr
Tel: 00352/758539
Internet: www.papillons.lu.
Nächste Station ist das idyllische Winzerdorf Ahn, wo die meisten Privatwinzer Luxemburgs zuhause sind. Z. B. „Duhr Frères“, seit 1689 hier ansässig an der „Vieux Moulin“, der alten Mühle, die heute noch ihr Markenzeichen ist (Internet: www.duhrfreres.lu). Von hier aus kann man auch wunderbar durch die Weinberge wandern – bis ins sanft gewellte Hinterland der Mosel, wo hinter dem Dörfchen Betzdorf plötzlich der Satellitenpark von „Ses-Astra“ (Internet: www.ses-astra.lu) aus dem Boden wächst. Das Gelände kann leider nicht betreten werden, aber auch von außen kann man es umrunden und gut einsehen.
Längs der Mosel führen auch Wanderwege durch die Weinberge (auch für Biker eine Herausforderung) nach Wormeldange, wo man rings um die Donatuskapelle auf dem „Köppchen“, die beste Rieslinglage Luxemburgs und ein tolles Landschafts-Panorama vorfindet. Im Ort ist auch eine der sechs Genossenschaftskellereien von „Vinsmoselle“, die allesamt Weinproben und Führungen anbieten.
Internet: www.vinsmoselle.lu
oder : www.vins-cremants.lu.
Nächste Station ist Remich, ein manchmal recht trubeliger Ort mit vielen Bus- und Tanktouristen. Auf der schönen langen Uferpromenade vergießt der römische Weingott Bacchus reichlich Wasser in seinem originellen Brunnen. Von Remich aus kann man einen Abstecher machen über die Moselbrücke nach Perl-Nennig, wo im Museum Römervilla ein Original-Fußbodenmosaik aus der Römerzeit zu besichtigen ist.
Römerstraße
Di bis So, 8.30 Uhr bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr
Tel. 06866/1329.
Wenige Kilometer weiter kann man in der rekonstruierten Römervilla Borg eine authentische Zeitreise ins Altertum unternehmen – inklusive römischem Bad, Garten und einer Taverne.
Perl-Borg
Di bis So 11 bis 18 Uhr
Tel 06865/91170
Internet: www.villaborg.de.
Von Remich aus weiter auf der Luxemburger Moselseite folgen die schönen Dörfer Wellenstein, Bech-Kleinmacher und Schwebsingen, die sich in die hier breiter werdende Moselaue schmiegen. Über Wellenstein blickt man von einem alten Römergrab mitten in den Weinbergen weit übers Tal bis ins Saarland hinüber. Im kleinen Wein- und Heimatmuseum „A Possen“ in Bech-Kleinmacher wird die Geschichte der Weinbauregion liebevoll ausgebreitet
1, rue Aloyse Sandt
Di bis So, 11 bis 19 Uhr
Tel. 00352/23697353
Internet: www.museepossen.lu.
In Wintrange beginnt dann die Gemeinde Schengen, zu der auch noch Remerschen gehört. Hier lädt vor allem das Naturschutzgebiet „Reimecher Haff“ zu Exkursionen ein, eine Oase der Ruhe rings um ehemalige Baggerseen in der Moselaue. Im Ort selbst fallen zahlreiche moderne Gebäude ins Auge, vor allem die Schule und die Jugendherberge, die der international renommierte Luxemburger Architekt Francois Valentiny geschaffen hat (Internet: www.hvp.lu).
Auch in Schengen selbst tragen mehrere Gebäude seine markante Handschrift: Über dem Ort thront weithin sichtbar mitten in den Weinbergen das „futuristische“ Weingut von Henri Ruppert (www.domaine-ruppert.lu) mit Probierstube und eleganter Terrasse, wo man wieder einen schönen Blick auf die Mosel hat.
Im „Centre Européen“ unten am Moselufer kann man sich über Gesamt-Europa wie auch über das Dreiländereck informieren und auf der großen, schattigen Terrasse einen Kaffee oder Moselwein genießen. Das Centre kontrastiert eindrucksvoll mit dem alten Turm und dem Schloss samt Park gleich nebenan, dem historischen Zentrum von Schengen. Drumherum alte, verträumte Gassen und der winzige „Europaplatz“ mit einem Gedenkstein für die Schengener Verträge, deren Unterzeichnung sich am 14. Juni 2010 zum 25. Mal jährt. Für dieses Jubiläum sind größere Festivitäten geplant, Höhepunkt soll ein großes Dreiländerfest sein am 17./18. Juni 2010 in Schengen. Mit dabei sind natürlich auch die saarländische Nachbargemeinde Perl am anderen Moselufer und auch Apach, Sierck-les-Bains und Contz-les-Bains, die direkten französischen Nachbarn an der Mosel. Vor allem Sierck mit seiner romantischen mittelalterlichen Burgruine und den charmant vergammelten Gässchen ist einen Abstecher wert.
Ausgehend von seinem Weingut in Perl nimmt der Winzer Thomas Schmitt angemeldete Gäste gerne mit auf seine abwechslungsreiche und auch kulinarisch eindrucksvolle Dreiländerwanderung über Apach, Sierck und Contz nach Schengen. An besonders schönen Flecken unterwegs wartet jeweils ein kleines Tischlein-deck-dich mit feinen Snacks aus der Region und ausgewählten Moselweinen
Info und Anmeldung
Weingut Schmitt-Weber
Bergstraße 66
66706 Perl
Tel: 06867/366.
Termine: jeweils 1. Samstag im Mai, Juni, Juli, Preis pro Person 75 Euro.
Für Gruppen ab 20 Personen auch Extra-Termine
Internet: www.schmitt-weber.de.
Schmitts französischer Partner ist das Weingut Claude Sontag in Contz-les-Bains, Tel. 0033/382-836848.
Die Musiker Thorunn Egilsdottir und Thomas Schoos (Live-Aufnahme im „Bistro Gourmand“, Remerschen, Titel „Oxenbourg“ aus der CD „The Jar“ ) können kontaktiert werden unter www.thorunn.net.
Letzte Änderung am: 09.10.2009, 23.31 Uhr