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Chöre und Ensembles im SWR Sendegebiet singen und spielen Advents- und Weihnachtsmusik in Kirchen, Klöstern, Theatern und Schlössern von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
19. Dezember: Schlosskirche Stuttgart
RSO barock spielt Francesco Manfredini: Pastorale, Leitung Fionn Bockemühl

RSO barock
Zum Ort: Die 1562 fertiggestellte Kirche im Alten Schloss ist der erste protestantische Neubau nach der Reformation in Württemberg. Nach dem Einzug des Kirchenguts im Jahr 1806 wurde die Kirche neugotisch umgestaltet und eine Gruft angelegt. In der Schlosskirche fanden Angehörige des Adelsgeschlechts des Hauses Württemberg ihre letzte Ruhestätte.
Aus dem seit 1945 bestehenden Klangkörper des SWR hat sich speziell für diese Aufnahme im Rahmen des Musikalischen Adventskalenders eine kleine Barockformation aus sechs Musikern gebildet. Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR spielt jährlich rund 90 Konzerte im Sendegebiet des SWR, in den nationalen und internationalen Musikzentren und bei bedeutenden Musikfestspielen wobei das klassisch-romantische Repertoire in exemplarischen Interpretationen gepflegt wird. Das Orchester setzt sich aber auch mit Nachdruck für zeitgenössische Musik und selten aufgeführte Komponisten und Werke ein.
A Diva’s Christmas spielt und singt Adolphe Adam: O holy night (Arr. A. Mathias)

A Diva's Christmas
Zum Ort: Meisenheim liegt im Tal des Flusses Glan am nördlichen Rand des Nordpfälzer Berglandes. Die spätgotische Schlosskirche ist das imposante Wahrzeichen Meisenheims, sie wurde von 1479-1504 erbaut und ist noch sehr gut erhalten. Sehenswert im Inneren sind Grabmäler der Fürsten und eine Stumm-Orgel aus der Barockzeit.
Drei Sängerinnen, die aus verschiedenen künstlerischen Bereichen kommen - die Popsängerin Ully Mathias, die Soulsängerin Jessica Born sowie die klassisch ausgebildete Sopranistin Birgit Auweiler – gestalten zusammen bekannte und unbekanntere Weihnachtslieder aus „vermeintlich unter-schiedlichen Sparten“ auf ungewöhnliche und überraschende Weise neu. „A Diva’s Christmas“ fand sich 2010 unter der musikalischen Leitung von Alex Mathias zu ihren ersten Weihnachtskonzerten zusammen.
Cantus Novus Ulm singt: Lieb Nachtigall, wach auf, Leitung: Helmut Steger, Violine: Lukas Brenner

Cantus Novus Ulm
Zum Ort: Die 1904 erbaute Georgskirche ist eine ehemalige katholische Garnisonskirche. Sie wurde von Max Meckel in Anlehnung an spätgotische Formen errichtet. Der Innenraum wird durch das weiträumige Mittelschiff dominiert. In ihm finden sich farbstarke Wandmalerein und spätgotischen Vorbildern nachempfundene Altarfiguren.
Der Frauenkammerchor wurde 1995 gegründet. Fast alle jungen Sängerinnen sind ehemalige Mitglieder des Kinder- und Jugendchores "Ulmer Spatzen". Beim Deutschen Chorwettbewerb 1998 und 2002 hat Cantus Novus jeweils den zweiten Platz in der Offenen Kategorie der Frauenchöre belegt, dazu kam jeweils ein Sonderpreis. Beim Internationalen Chorwettbewerb in Arezzo (Italien) erhielt er den ersten Preis in der Kategorie Klassik/Romantik. Der Chor tritt zwei bis dreimal im Jahr in Konzerten auf, bei denen immer wieder von begeisterten Zuhörern bestätigt wird: "Sie singen wie die Engel!" Dass es so klingt, bedeutet für die jungen Sängerinnen und Chorleiter Helmut Steger harte Arbeit, aber auch viel Spaß und Freude.
22. Münchweiler/Rodalb, St. Georg
Andreas Bongard, Tenor, und der Chor „ex-semble“ Münchweiler singen Peter Cornelius: Drei Könige, Klavier und Leitung: Christoph Haßler

Andreas Bongard
Zum Ort: Münchweiler an der Rodalb ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Die katholische Pfarrkirche St. Georg gehört zu den Kulturdenkmälern der bereits im frühen Mittelalter besiedelten Ortschaft.
Andreas Bongard studiert Gesang bei Prof. Noelle Turner, sowie Schauspiel und Tanz an der renommierten Folkwang-Universität der Künste in Essen. Sein Repertoire umfasst Werke aus Klassik über Musical bis hin zu Pop und Jazz. Beim „Deutschen Rock&Pop Preis 2007“ wurde er ausgezeichnet als „Bester Musicalsänger“ und erhielt den 2. Preis als „Bester Popsänger“. 2009 gehörte er zu den Landespreisträgern des „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“ und erhielt 2010 das Musikstipendium der „Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz“ - eine der höchsten Förderungen an Studenten des Bundeslandes.
"ex-semble" wurde im Jahre 1994 von seinem Leiter Christoph Haßler ins Leben gerufen, als "Experiment im kleinen Ensemble". Seine Mitglieder entstammen größtenteils dem Südwestpfälzer Kinderchor Münchweiler/Rod. Aufbauend auf die dort erfahrene stimmliche und chorische Ausbildung wird anspruchsvolle vorwiegend a cappella Literatur aller Stilepochen in Intensivprobephasen erarbeitet. Der Chor gibt vom Zeitpunkt seiner Gründung an regelmäßige geistliche und weltliche Konzerte im In- und Ausland.
23. Dezember: Worms, Lutherkirche
Klaus Peter Riemer (Flöte) und Torsten Laux (Orgel) spielen Riz Ortolani: Cantico delle creature aus dem Film "Bruder Sonne, Schwester Mond"

Klaus-Peter Riemer (Flöte) und Torsten Laux (Orgel)
Zum Ort: Die Lutherkirche wurde zwischen 1910 und 1912 nach Plänen von Prof. Friedrich Pützer erbaut als einschiffiger Hallenbau mit Kanzelaltar. Das Gotteshaus ist bis ins letzte Detail dem Darmstädter Jugendstil verpflichtet Mehrfach erscheint als durchgängiges Kennzeichen der Kirche die achteckige Lutherrose.
Klaus-Peter Riemer ist Konzertflötist und Pädagoge und war 17 Jahre Dozent an der Rheinland-Musikhochschule Köln. Sein Repertoire umfasst die klassische Flötenliteratur von Bach, Mozart und Schubert bis hin zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, daneben aber auch japanische Musik, Blues und lateinamerikanische Musik. Riemer ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals und renommierten Konzertreihen.
Torsten Laux studierte an der Musikhochschule in Frankfurt/Main Kirchenmusik. Er ist Preisträger bedeutender internationaler Orgelwettbewerbe. Seit 1999 ist er Professor für Orgel (Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation) an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.
Die Stuttgarter Kantorei singt "O du fröhliche" (Arr. Kay Johannsen)

Die Stuttgarter Kantorei
Zum Ort: Die Stiftskirche ist Stuttgarts Wahrzeichen und die älteste evangelische Kirche des Landes. Mit ihren zwei ungleichen Türmen steht sie eindrucksvoll im Kern des historischen Zentrums. Im 2. Weltkrieg schwer von Bomben beschädigt, wurde das Gotteshaus in den 50er Jahren wiederaufgebaut und von 1999-2003 nochmals grundlegend saniert.
Die Stuttgarter Kantorei wurde 1994 von Stiftskantor Kay Johannsen gegründet. Beim Deutschen Chorwettbewerb gewann der Chor 2006 einen 1. Preis. Davor erhielt die Stuttgarter Kantorei Preise bei Landeschorwettbewerben 1997, 2001 und 2005. Der Chor widmet sich der Musik von J. S. Bach und chorsymphonischen Werken von Verdi, Elgar, Mahler, Zemlinsky, Schönberg, Bernstein oder Rihm sowie anspruchsvoller Chormusik a cappella. Hauptaufführungsort ist die Stuttgarter Stiftskirche, die Stuttgarter Kantorei sang aber auch in der Berliner Philharmonie, beim Lucerne Festival oder in Shanghai und Beijing.
Letzte Änderung am: 18.11.2010, 12.03 Uhr