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Musikalischer Adventskalender 2011Erste Adventswoche

Der Musikalische Adventskalender sammelt die schönste Adventsmusik und zeigt, wie viele hervorragende Chöre und Ensembles im Südwesten Deutschlands zu Hause sind. Mit einem Auftritt im Fernsehen, Hörfunk und auf CD haben sie die Chance, gesehen, gehört und bekannt zu werden.

1. Dezember: Karlsruhe, St. Bonifatius

Franz Tröster (Trompete) und Dominik Axtmann (Orgel) spielen Jean-Joseph Mouret: Rondeau

Zum Ort: Die Kirche St. Bonifatius in der Karlsruher Weststadt feierte 2008 ihr 100-jähriges Bestehen. Der bekannte Kirchenbaumeister Johannes Schrott entwarf die neuromanische Kirche in historisierendem Stil mit vereinzelten Jugendstil-Elementen. Beeindruckend ist die große Orgel, deren Klang und Spielstärke ein wenig an die Orgel von Notre Dame erinnert.

Franz Tröster studierte an der Musikhochschule Klausenburg (Rumänien) und spielte als Solo-Trompeter in renommierten Orchester. Der Solist, Studiomusiker und Pädagoge erhielt Einladungen zu zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und CD Produktionen und zu einem Auftritt in der Carnegie Hall in New York. Neben seinen konzertanten Verpflichtungen arbeitet er als Dozent für Trompete und als Dirigent.

Dominik Axtmann studierte Schulmusik, Kirchenmusik und Orgel an der Musikhochschule Karlsruhe, Mainz und Straßburg. Seit 2007 ist er Kantor der katholischen Kirchengemeinde Karlsruhe West-Nord. Er bereitet seine Promotion in Musikwissenschaft vor und arbeitet als Orgelpädagoge und Konzertsolist.


2. Insel Reichenau, St. Georg

Das Ensemble CantART singt Andreas Hammerschmidt: Machet die Tore weit

Zum Ort: Die Kirche St. Georg auf der Klosterinsel Reichenau am Bodensee wurde Ende des 9. Jahrhunderts erbaut. Mit dem heutigen Bau stehen noch große Teile der ursprünglichen Basilika. Acht großflächige Wandbilder im Mittelschiff zeigen Wundertaten Jesu und illustrieren seine Macht über Naturgewalten, Leben und Tod. Sie entstanden Ende des 10. Jhd. und gehören zu den frühesten Zeugnissen ihrer Art nördlich der Alpen.

CantArt ist ein junges Ensemble, das hauptsächlich aus ehemaligen Schülern der evangelischen Seminare Maulbronn und Blaubeuren sowie des Christophorus-Gymnasiums Altensteig besteht. Die Motivation der sängerisch ausgebildeten Mitglieder ist die Freude am gemeinsamen Musizieren. Der Literatur entsprechend tritt das Ensemble in unterschiedlichen Besetzungen auf, es gibt keinen Chorleiter, die Leitung übernehmen die Mitglieder selbst. 2009 wurde CantArt auf dem Landeschorwettbewerb mit der höchsten Auszeichnung „hervorragender Erfolg“ prämiert.



3. Dezember: Bad Ems, Marmorsaal im Kurhaus

Das Polizeiorchester Rheinland-Pfalz spielt unter der Leitung von Hans-Georg Conrad "Little Drummer Boy"

Zum Ort: Der prächtige Marmorsaal im Kurhaus von Bad Ems ist ein musikhistorisch bedeutender Ort: hier hatte der Operettenkomponist Jacques Offenbachim 19. Jahrhundert acht seiner Bühnenwerke uraufgeführt. Im barocken Ambiente, in dem früher der Hochadel tanzte, finden unverändert bis heute zahlreiche Veranstaltungen und Bälle statt.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist das Polizeiorchester R-P ein sympathischer Werbeträger für die rheinland-pfälzische Polizei und ein musikalischer Botschafter des Bundeslandes an Rhein und Mosel. 1953 als „Polizei-Musikkorps“ gegründet, etablierte sich das sinfonische Blasorchester schon bald als ideales Bindeglied zwischen Bürgern und der Polizei. Durch Gastspiele in ganz Deutschland und Europa sowie durch zahlreiche Auftritte in Funk und Fernsehen hat das Polizeiorchester R-P einen besonderen Bekanntheitsgrad erlangt. Das Repertoire der 37 professionellen Musiker ist so vielseitig wie die Aufgaben des Orchesters. Es reicht von klassischer sinfonischer Musik bis zu zeitgenössischer Originalliteratur und von traditioneller Marschmusik bis hin zur Unterhaltungsmusik. Das eigentliche Ziel des PO ist dennoch eindeutig: Das Ensemble betreibt Öffentlichkeitsarbeit für die Polizei des Landes und wirbt mit seiner Musik engagiert und erfolgreich für die Arbeit aller Polizisten, die tagaus, tagein und „rund um die Uhr“ für die Sicherheit im Lande einstehen.


2. Adventssonntag, 4. Dezember: Baden-Baden, Medici

Sophie Moser (Violine) und Katja Huhn (Klavier) spielen Joseph Rheinberger: Cantilene

Sophie Moser und Katja Huhn sind zwei aufstrebende Nachwuchsmusikerinnen, die seit 2005 ein festes Duo bilden. In europaweiten Konzerten begeistert das Duo mit lebendigen Interpretationen klassischer Werke, hoher Virtuosität und sensiblem Zusammenspiel. Soeben erschien ihre Debut-CD mit Werken von Furtwängler und Beethoven. Beide machten schon als Kinder auf ihre außerordentliche Begabung aufmerksam.

Katja Huhn studierte als Siebenjährige an der Musikschule des Moskauer Staatskonservatoriums und gewann schon mit 15 den ersten Preis bei dem internationalen Wettbewerb "Città di Senigallia" in Italien.

Sophie Moser ist eine Doppelbegabung. Mit sechs Jahren gewann sie bei "Jugend musiziert" und schon mit sieben den internationalen Musikwettbewerb UFAM in Paris. Mit zwölf begann sie parallel zu ihrer musikalischen Laufbahn eine Schauspielausbildung und ist seitdem regelmäßig als Schauspielerin aktiv (als Polizistin Nick Beck in der Serie "Großstadtrevier).
Beide Musikerinnen erhielten 2007 ihr Diplom an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.


Letzte Änderung am: 18.11.2010, 12.01 Uhr

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