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Je bunter desto besser.
Lange Zeit stand "Rasen" oder "rasender" Montag für das, was sich direkt vor Eintritt in die Fastenzeit tat. Hier wollte man allen Genüssen des menschlichen Lebens, insbesondere den fleischlichen, noch einmal nachgehen. Dies artete nur allzu oft in Zügellosigkeit bis hin zur öffentlichen Raserei aus. Es war eben zu keiner Zeit leicht, das "carne vale" - Fleisch, lebe wohl - zu sagen.
"Am Rosenmontag bin ich geboren ..." Margit Sponheimers "gesungene Geburtstagsurkunde" ist ebenso berühmt geworden wie der Mainzer Rosenmontag mit seinen unnachahmlichen Zügen selbst.
In Mainz gab es bereits im 16. und 17. Jahrhundert am Hofe des Kurfürsten ein ausgeprägtes fastnachtliches Treiben, dem die Napoleonische Zeit ein abruptes Ende setzte. Erst 1815, nach dem Wiener Kongress wurde es wiederbelebt. Nach Kölner Vorbild wurde 1837 der erste, noch kleine, aber bereits organisierte Umzug durchgeführt, der den unkontrolliert, oft sogar unsittlich auftretenden Gruppen jede Chance nahm.
Aus diesem "Krähwinkler Landsturm" ging noch im gleichen Jahr die Mainzer Ranzengarde hervor, die älteste Mainzer Fastnachtskorporation überhaupt. Ein Jahr später gründete sich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) von 1838. Dieser organisierte den ersten offiziellen Zug, der am 26. Februar 1838 durch Mainz lief und dem bis jetzt mehr als 100 weitere folgten. Auch in diesem Jahr werden die Menschen wieder die Straßen säumen und den Motivwagen, den Garden und den einmaligen Mainzer "Schwellköppen" zujubeln.
Letzte Änderung am: 08.09.2011, 15.01 Uhr