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Der Elferrat verbringt die komplette Sitzung auf der Bühne.
Die karnevalistische Korporation hat einen Vorstand und einen Elferrat: das Komitee. Normalerweise gehören die Vorstandsmitglieder automatisch dem Elferrat an. Dadurch haben sie das Recht, bei den Sitzungen auf der Bühne am Komitee-Tisch zu thronen, von dort Freunden, Bekannten und Ehrengästen zuzuprosten und selbst stundenlang gesehen zu werden.
In traditionsbewussten Korporationen ist es auch heute noch Ehrensache, dass verdiente Bühnenaktive Mitglieder des Komitees sind. Sie sitzen während der gesamten Sitzung auf der Bühne und verlassen den Elferrat nur vorübergehend für die Dauer ihres Auftritts.
Es gibt allerdings auch Elferräte, die vorwiegend aus profilierungssüchtigen Pseudo-Karnevalisten bestehen, die sich ihr Sitzrecht teuer erkaufen. Diese sind jedoch erfreulicherweise in der Minderheit, gilt es doch die "Narrenehre" zu wahren.
In den Anfangsjahren der Fastnacht bestand das Komitee nur aus neun Mitgliedern. Aber schon wenige Jahre nach Entstehung der "Fünften Jahreszeit" wurde das Komitee auf die heutige Zahl von elf erweitert.
Viele angesehene und auch prominente Bürger saßen aus "Spaß an der Freude" im Komitee. Die Mainzer erfanden bald den Spruch, wer MCV-Präsident gewesen sei, der werde wohl bald auch Oberbürgermeister werden.
Mit Carl Wallau und Alexis Dumont hatten sie Recht. Beide regierten als Präsidenten die Narren und dann als Bürgermeister die Stadt: Wallau ab dem Jahre 1872, Dumont in Folge ab 1877.
Seit vielen Jahren ist es in Mainz gute Tradition, dass auch die jeweils amtierenden Oberbürgermeister die Würde von Ehren-Komitee-Mitgliedern haben und als solche auch gerne in Erscheinung treten.
Letzte Änderung am: 06.09.2011, 11.14 Uhr