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Fastnachtslexikon  Der Narrhallamarsch

Funkenmariechen

Der Name Narrhalla ist eine Wortschöpfung, in der die Begriffe Narr und Walhalla miteinander kombiniert werden. In der Mainzer Fastnacht ist der Narrhallamarsch eines der bekanntesten Musikstücke.

Entstehung des Narrhallamarsches

Im Jahre 1838 wurde der Mainzer Carneval-Verein von Carl Michael ins Leben gerufen. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern zählte der österreichische Regiments-Kapellmeister Karl Zulehner. Zulehner adaptierte 1843 Motive der Oper "Le Brasseur de Preston" ("Der Bauer von Preston"), vom französischen Ballett- und Opernkomponisten Adolphe Charles Adam. Daraus entstand im Jahre 1844 der "Jocus-Marsch", der spätere Narrhallamarsch.


Besonderheit des Narrhallamarsches

Der Narrhallamarsch hat keinen feststehenden Text, sondern er wird mit momentabhängigen, spontanen und lyrischen Neuschöpfungen unterlegt. Daher spielt im Narrhallamarsch die Musik die zentrale Rolle und begleitet des Weiteren den Ein- und Ausmarsch der Büttenredner.



Der Narrhallamarsch oder auch "Ritzamba"

Der Mainzer Narrhallamarsch wird von der Mainzer Bevölkerung auch "Ritzamba" genannt. "Ritzamba" geht auf den französischen Generalkommissar und Mainzer Präfekten Jeanbon St. André zurück. Die Bevölkerung persiflierte den Zunamen von St. André und erteilte ihm einen Spitznamen im Mainzer Dialekt.

Eine darüberhinausgehende Verwendung findet der Narrhallamarsch bei den Fussballspielen des 1. FSV Mainz 05. Nach jedem Tor erklingen die ersten Takte des Marsches als Tusch.

Letzte Änderung am: 08.09.2011, 11.33 Uhr