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Fernsehen im SWR

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Hagen v. Ortloff

Hagen v. Ortloff wurde im Mai 1949 in Zwickau geboren, wuchs bei seiner Großmutter in Dresden auf und bereits mit fünf Jahren war sein Berufswunsch klar: Lokomotivführer. Dampfloks und -schiffe waren die Leidenschaft des kleinen Jungen. 1960 kam er zu seiner Mutter in den Großraum Stuttgart, sein Vater war bereits 1957 gestorben.

Für ein Dutzend Jahre war Weinsberg sein Wohnort. Hier besuchte Hagen v. Ortloff bis zur Mittleren Reife das Gymnasium. Die Oberstufe beendete er mit der Fachhochschulreife. Zum Abitur hat es seinerzeit nicht gereicht. Viel schlimmer für ihn war allerdings, dass er aus wirtschaftlichen Gründen seine Modelleisenbahn verkaufen musste.

Nach der Bundeswehrzeit studierte Hagen v. Ortloff von 1972-75 an der Fachhochschule für Druck in Stuttgart und schloss als Wirtschaftsingenieur ab. Anschließend Studium an der Universität Stuttgart: Politikwissenschaft, Soziologie und BWL. 1984 machte er seinen Universitäts-Abschluss als Magister rer. pol.

Seine ersten Schritte beim Fernsehen machte Hagen v. Ortloff im Familienprogramm des damaligen SDR: Ab 1977 war er Freier Mitarbeiter bei der Sendung "Durchblick", einer Nachrichten-Sendung für Kinder. Das erste Honorar investierte er in eine Modellbahnlok.

1979 wurde Hagen v. Ortloff Mitglied der Abendschau-Redaktion. Er produzierte zahlreiche Filmberichte aus dem Bereich "Land und Leute", machte sich als Gartenzwerg Kunold und als Wetterfrosch verdient. Ein Höhepunkt des Ortloffschen Fernsehschaffens war der Umgang mit einem Bumerang: Diesen warf er so exakt, dass der Bumerang ihn mitten im Satz mit voller Wucht am Kopf traf. Von 1978-1998 war Hagen v. Ortloff auch Mitarbeiter in der Fernseh-Sportredaktion.

1991 entstand die Sendereihe Eisenbahn-Romantik, quasi "rein zufällig": Im ersten Jahr wurden elf Eisenbahnfilme als Pausen-Füller gesendet. Die Zuschauerresonanz war aber so riesig, dass schon wenig später die Eisenbahn wöchentlich über den Bildschirm zuckelte.


Die Sendung ist zu einem Markenzeichen des SWR geworden und Hagen v. Ortloff zu "Mr. Eisenbahn-Romantik", was er aber nicht so gerne hört.

Das Lob für den Erfolg der Sendereihe gibt er gerne weiter: Erfolgreich sind wir nur, weil viele "gute Geister" hinter den Kulissen mitwirken.

Letzte Änderung am: 04.09.2008, 14.24 Uhr