
Hagen v. Ortloff
Liebe Leute,
mit dem Beitrag "Dezemberdampf", wobei wir neben den Filmaufnahmen auf der, hoffentlich winterlichen, Wieslauftalbahn natürlich dem Thema Modelleisenbahn einen breiten Raum einräumen. Zeigen wir außerdem in Ausschnitten den Arte-Beitrag "Mit dem Zug durch St. Petersburg", der auf dem Filmfestival in Cannes im Oktober einen "Goldenen Delphin" errungen hat. Im Internet ist dieser Film in voller Länge zu bewundern.
Die Sendereihe Eisenbahn-Romantik hat ab Dezember wieder Hochkonjunktur. Es werden zahllose Sendungen ausgestrahlt. Damit Sie nichts verpassen, verweisen wir Sie auf den Programmkalender unseres Newsletters. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in irgendeinem Sender in Deutschland unsere Sendung auftaucht. Die Beliebtheit von Eisenbahn-Romantik reißt auch nach zwanzig Jahren nicht ab. Dafür möchten wir uns bei unseren geschätzten Zuschauern bedanken.
Das Thema Eisenbahn ist zum Glück unerschöpflich. Und die Abbildung ins Modell ist immer noch eines der liebsten Hobbies der Deutschen. Auf den Modellbahnausstellungen, die ja an vielen Orten in Deutschland schon stattgefunden haben, oder die bald ihre Pforten öffnen werden, tummeln sich jung und alt.
Ich selbst war am ersten Novemberwochenende mit meinen Enkel Louis auf der Messe in Friedrichshafen. Zwei Tage lang.
Am vergangenen Sonntag hat die Private Modellbahner Vereinigung Winnenden wieder ihre Pforten geöffnet. (Immer sonntags bis zum 15. Januar. Dort läuft mein Enkel schon als "Familienmitglied" und darf am Steuerpult selbständig Fahrdienstleiter spielen). Ein Besuch lohnt sich.
Wir werden noch einmal Dampf pur genießen, mit der Wieslauftalbahn geht es hinauf in den Schwäbischen Wald. Eigentlich haben wir für unsere Filmaufnahmen auf viel Schnee gehofft, aber daraus wird wohl nichts, der sonnige Herbst macht Überstunden.
Auch viele andere Museumsbahnen haben vor dem langen Winterschlaf noch einmal ihre Dampfrösser angefeuert, schließlich haben sich Nikolausfahrten zu einer nicht zu unterschätzenden Einnahmequelle entwickelt, zum anderen gibt es kaum einen besseren Zeitpunkt, um bei Kindern mit dem Thema Dampfeisenbahn Sympathiepunkte zu sammeln.
Es rufen auch wieder "die alten Spieleisenbahner", die in Stuttgart-Vaihingen zum einunddreißigsten Mal ihre Tinplate-Schätze präsentieren, am 26. und 27. November im Bürgersaal des Häussler Forums.
Die Modellbahner des MEC Waiblingen müssen bis Ende März ihr Domizil verlassen und suchen händeringend eine neue Bleibe. Vorstand Rainer Fohler hat uns die folgenden Daten/Wünsche übermittelt:
Die neuen Räumlichkeiten sollten groß genug sein, um den Waiblinger Bahnhof
mit seinen 19 x 6 Metern aufzustellen. Alle Anlagen sind in Transportgestellen eingelagert. Es sind acht Gestelle mit ungefähr 2,4 x 1,25 Metern.
Die Größe aller Räume zusammen sollte nicht kleiner als 250 qm sein.
Der Zugang sollte aufgrund der Transportgestelle ebenerdig sein. Wenn ein Aufzug vorhanden ist, sollte dieser groß genug sein um die Transportgestelle (ca. 2,4 x 1,25 m) zu befördern. Eine Mindesthöhe von 2,20 Meter wäre wünschenswert.
Für die Handwerksarbeiten sollten ein separater Raum zur Verfügung stehen mit 400V Kraftanschluss für die große Kreissäge, mit welcher die Holzarbeiten durchgeführt werden.
Wer kann helfen? An dieser Stelle schon ein herzliches Dankeschön für Ihre Bemühungen.
Ich war dieser Tage in der Staatsgalerie Stuttgart, dort sind bis Ende Februar Eisenbahnzeichnungen von Hermann Pleuer ausgestellt.
Der in Schwäbisch Gmünd geborene Künstler (1863-1911) beschäftigte sich neben der Landschaftsmalerei mit der Eisenbahn. Viele Bilder entstanden auf dem Gelände des alten Stuttgarter Bahnhofes. Das „rollende Material“ wurde von ihm ähnlich detailliert abgebildet, wie die Menschen in den Reparaturwerkstätten. Pleuer hatte großes Interesse an der Technik und drückt die in seinen Zeichnungen sehr eindrucksvoll aus.
Die meisten der Zeichnungen stammen aus der Sammlung Schloss Fachsenfeld. Freiherr Franz von Koenig Fachsenfeld war Förderer von Hermann Pleuer und sein größter Sammler.
Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit den großen und den kleinen Eisenbahnen, die unser Leben auf so angenehme Art verschönern.
Das war´s von dieser Stelle aus, machen Sie´s gut, bis denn und tschüss.
Ihr
Hagen von Ortloff & das gesamte Eisenbahn-Romantik Team
Letzte Änderung am: 31.01.2011, 16.08 Uhr