Bitte warten...

SENDETERMIN Sa, 24.9.2016 | 16:30 Uhr | SWR Fernsehen

Folge 884 Bahnraritäten im Banat

Es waren Schwaben, die im 17. Jahrhundert auf kleinen Booten, den so genannten Ulmer Schachteln, die Donau abwärts in Richtung Schwarzes Meer geschippert sind. Viele von Ihnen sind im Banat gelandet, im heutigen Rumänien.

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.
1/1

Bahnraritäten im Banat

In Detailansicht öffnen

Der „große Malaxa“: ein Vorkriegs-Schnelltriebwagen aus den rumänischen Malaxa-Werken in Bukarest, dem „Fliegenden Hamburger“ der Deutschen Reichsbahn nachempfunden. (Mit seinen über 80 Jahren fährt er noch munter für die rumänische Staatsbahn. Gesehen auf der Strecke von Arad Richtung Oradea.)

Der „große Malaxa“: ein Vorkriegs-Schnelltriebwagen aus den rumänischen Malaxa-Werken in Bukarest, dem „Fliegenden Hamburger“ der Deutschen Reichsbahn nachempfunden. (Mit seinen über 80 Jahren fährt er noch munter für die rumänische Staatsbahn. Gesehen auf der Strecke von Arad Richtung Oradea.)

Eine deutsche Straßenbahn vor dem prunkvollen Rathaus von Arad. Viele Straßenbahnen, in Österreich und Deutschland längst ausrangiert, erleben in Rumänien ihre zweiten Frühling im ÖPNV.

Im Straßenbahndepot von Arad: eine Fundgrube für deutsche Trambahnfans. Einer der modernsten Wagen ist der gelbe Stadtbahnwagen M8S aus Essen, aus den 60er Jahren und bunt wie ein Hippie zeigt sich ein Duewag GT 6 aus der Kurpfalz.

Bahnhof Arad

Der „kleine Malaxa“ auf der Drehscheibe im Lokdepot von Temeswar. Gebaut hat man ihn 1935 in der Bukarester Lokfabrik Malaxa.

Eine Kindertanzgruppe bei den „Hatzfelder Tagen“. Hatzfeld, auf Rumänisch Jimbolia, wurde vor 250 Jahren von Banatschwaben gegründet. Heute sind sie in alle Welt verstreut und treffen sich hier einmal im Jahr zu einem Fest.

Die Landschaft der historischen Region Banat ist weit und wenig besiedelt, die Erde ist fruchtbar. Hierher kamen vor gut 300 Jahren die sog. Donauschwaben, um eine neue Heimat zu finden.

Straßenbahn nach Ulm-Söflingen in Rumänien

Leider ist die Gebirgsstrecke Anina-Ovita im Süden des Banats - man nennt sie auch den „Banater Semmering“ - von Stilllegung bedroht.


Es gibt noch einige Erinnerungen an diese Zeiten und auch noch Menschen, die der deutschen Sprache mächtig sind. Auch von Straßenbahnen in der Kulturstadt Arad wird berichtet. Es ist faszinierend, diesen meterspurigen Straßenbahnen, die gut vier Jahrzehnte alt sind, nachzuschauen. Früher waren einige davon in Ulm zu Hause, aber auch in Stuttgart und anderen deutschen Städten. Noch mit deutscher Beschriftung und Reklame versehen.

Ganz in der Nähe von Arad hat die Modellbahnfirma Roco/Fleischmann ihre Produktionsstätte. Auch alte Schienenbusse aus bundesdeutscher und aus DDR-Produktion finden sich noch auf den Bahngleisen im Banat unterwegs. Ebenso Dieseltriebwagen, die im rumänischen Eisenbahnwerk Malaxa gebaut wurden und die dem "Fliegenden Hamburger" ziemlich ähnlichsehen.

Abgerundet wird unsere Reise mit Kultur, Geschichte und Geschichten aus dem Banat.

Aktuell im SWR