Sendung vom Donnerstag, 4.3.2010 | 22.30 Uhr | SWR Fernsehen
Felix, ein Mountainbiker, stürzt so unglücklich, daß er nie wieder laufen kann. Er lernt Jürgen Geider kennen und hat wieder Hoffnung. Dem kleinen Stefan wird in einer Mehretagen-OP geholfen, endlich seinen "Kauergang" loszuwerden.
Ein begeisterter Mountainbiker war Felix, der junge Manager bei einer großen Software-Firma, ganz in der Nähe von Heidelberg. Dann stürzte er im Wald - über den Lenker und in Sekundenbruchteilen auf den Kopf. Von einer Sekunde auf die andere war "plötzlich alles anders". Er wird nie wieder laufen können, ist am Boden zerstört. Bei seiner Freundin Chrissy meint er sogar, sich entschuldigen zu müssen, dass er nicht nur sein, sondern auch ihr Leben "verbockt" habe ...
Doch dann trifft Felix in der Querschnittsabteilung der Orthopädie Heidelberg auf einen, der aus seinem Handicap einen Beruf gemacht hat: Jürgen Geider, der Rollstühle entwickelt. Jürgen hatte seinen Unfall schon vor 34 Jahren. Seither ist ihm alles geglückt, was man sich nur denken kann: Leichtathletik, Tennis, Skifahren, sogar Wasserski - keine Grenzen, alles im Rollstuhl. Außerdem eine schöne Frau, die ihn liebt und einen Beruf, den er liebt.
Jürgen Geider bringt Felix ein neu entwickeltes Renn-Bike, mit dem auch Weltrekorde im Rollstuhlmarathon gefahren werden. Und da erscheint zum ersten Mal seit dem Unfall auch wieder ein Strahlen auf dem Gesicht von Felix.
Der kleine Stefan wird operiert, von fünf Ärzten gleichzeitig, in einer sogenannten "Mehretagen-OP", d. h. von den Füßen bis hoch zur Hüfte wird alles gleichzeitig operiert, was ihn bislang in den "Kauergang" gebracht hat. Ohne diese OP würde Stefan irgendwann im Rollstuhl enden. Vier Wochen nach der aufwendigen OP werden ihm die Drähte aus seinen Füßen gezogen, ohne Narkose ... Und nach über einem Vierteljahr ist es dann so weit: Stefan geht zum ersten Mal wieder zur Schule, obwohl sein Klassenzimmer im vierten Stock liegt!
Ein Film von Harold Woetzel
Letzte Änderung am: 25.01.2010, 09.46 Uhr