Sendung vom Donnerstag, 25.2.2010 | 22.30 Uhr | SWR Fernsehen
Die 9jährige Lorena probiert ihre neue Hightech-Hand mit Begeisterung aus; Zarahs Spitzfuß wird operiert; Stefan wird von 5 Ärzten gleichzeitig behandelt in einer sog. "Mehretagen-Operation". Gelingen die Eingriffe ohne Probleme?
Die kleine Lorena ist ganz fassungslos, als sie an sich herunter blickt und zum ersten Mal in ihrem Leben zwei Hände an sich sieht. Mit einer Ergotherapeutin lernt sie, die neue linke Hand zu benutzen, Kuchen zu backen, mit Messer und Gabel zu essen. Und dann der große Tag: Zum ersten Mal geht sie mit zwei Händen in die Schule: Ab jetzt wird keiner mehr Einarm zu ihr sagen können!
Zarahs Spitzfuß wird von Dr. Wenz, dem Spezialisten für deformierte Füße und Liebhaber von Hardrockmusik während der OPs, operiert. Vorher zeigt er ihr, was für unglaubliche Fälle er schon erfolgreich operiert hat. Dagegen sieht ihr Problem fast harmlos aus. Und doch: Wenn die Operation bei ihr nicht gelingt, müsste sie ihr Leben lang mit einem verkrüppelten Fuß und an Krücken durch die Welt gehen.
Stefans größter Wunsch ist es, Torwart zu werden, am besten bei Bayern München. Sein Problem: Er ist ein ICP-Kind, d. h., als Säugling bekam er zu wenig Sauerstoff. Dabei hat er noch Glück, denn sein Gehirn hat keinen Schaden genommen. Aber sein Gangbild wird immer schlechter. Wenn er jetzt nicht operiert wird, landet er eines Tages im Rollstuhl, wird gar nicht mehr laufen können.
Dr. Eva Schläger und ihre Kollegen planen eine aufwändige, sogenannte "Mehretagen-Operation", um dem kleinen Stefan dieses Schicksal zu ersparen. Sie wollen seine Oberschenkelknochen durchtrennen, die Kniescheibe versetzen, Fußsehnen verlagern. Stefans Mutter hat fürchterliche Angst um ihren Buben, aber sie würde für ihn alles tun.
Ein Film von Harold Woetzel
Letzte Änderung am: 16.01.2010, 00.32 Uhr