Sendung vom Mittwoch, 1.2. | 22.30 Uhr | SWR Fernsehen
Noch vor wenigen Jahren konnten Eltern ihre Frühgeborenen erst nach Wochen zum ersten Mal in den Arm nehmen. Dabei ist der Kontakt zu den Eltern für die Kleinen so wichtig. In der Universität Dresden werden 340 Frühchen aufgepäppelt. Geht alles gut?

Lya beim Bad in der Klinik
In der Geburtenstation der Universitätsklinik Dresden werden mehr als 2.000 Babys im Jahr geboren, 450 davon sind Frühgeborene. Hier werden die Kleinsten der Kleinen aufgepäppelt. Zurzeit gehören dazu die Zwillinge Laurin und Pepe Fleischer.
Drei Monate zu früh kamen sie auf die Welt, mussten beatmet werden und lagen wochenlang im Brutkasten. Laurin wog 1.020 und Pepe 980 Gramm bei der Geburt. Eines durften ihre Eltern Julia und Rocco von Anfang an: ihre Babys anfassen. Nach einer Woche konnten sie sie schon selbst baden.
Schwester Marion Sommerfeld erklärt den Frühchen-Eltern, wie sie ihre Winzlinge behandeln müssen. Dass sie sich dafür so viel Zeit nehmen kann, ist in Deutschland einmalig. Ihre Aufgabe ist es, Eltern und Kinder bereits in der Klinik liebevoll zueinander zu bringen.
Folge 1
Auch Annett Kretschmer und ihre Zwillinge Egon und Charlotte werden in Dresden betreut. Drei Monate zu früh wurden die beiden mit einem Not-Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Der Zustand der Frühchen ist noch lebensbedrohlich. Die Lungen arbeiten noch nicht allein, Nahrung vertragen sie noch gar nicht, Maschinen übernehmen die Lebensfunktionen. Ob alles gut geht, weiß jetzt noch keiner, doch Annett Kretschmer ist optimistisch.
Ein Film von Heike Bittner, Robert Krause und Richard Krause
Letzte Änderung am: 16.01.2012, 09.23 Uhr