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Mit genauem Blick jenseits des Spektakulären
Der Dokumentarfilm, die "Königsklasse" des dokumentarischen Filmschaffens, erlebt in den letzten Jahren einen Boom. Endgültig vorbei sind die Jahre, in denen er als sperrig, schwierig und pädagogisch bemüht galt. Der Betroffenheitsjournalismus, der in den 70er Jahren noch die Dokumentarfilme prägte, ist längst Vergangenheit. Frischer, moderner und spannender sind die Dokumentarfilme seit Jahren und haben dadurch ein breiteres Publikum gewonnen. Unverändert ist dagegen ihre Zielsetzung, gesellschaftliche Diskussionen aufzugreifen und ihnen wenn möglich neue Impulse zu geben. Es herrscht Aufbruchstimmung – im Kino genauso wie im Fernsehen. Noch nie waren Dokumentarfilme so erfolgreich wie zur Zeit. Die Bandbreite ist groß: Von dem Oskar-Gewinner "Al Gore: Die unbequeme Wahrheit" von Davis Guggenheim über "We feed the world" von Erwin Wagenhofer zu "Die große Stille" von Philipp Gröning und "Rhythm is it" von Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch.
Im Südwest Fernsehen konzentriert sich der Dokumentarfilm auf Themen aus unserem Sendegebiet. Unter dem Titel "Heimat" greifen jährlich vier Filme sehr unterschiedliche Themen realistisch auf, ohne dabei ein verklärtes, verkitschtes Bild von Heimat abzubilden. Außerdem finden hier auch Filme mit national wie international relevanten Themen einen Platz, beispielsweise "Beruf: Lehrer" von Wilma Pradetto und Thomas Schadt oder "Im Schatten des Bösen – Der Krieg gegen die Frauen im Kongo" von Susanne Babila.
Der Dokumentarfilm lebt!
Letzte Änderung am: 12.09.2008, 11.50 Uhr